Rosh Haschana und Jom Kippur in Innsbruck

DIE HOHEN FEIERTAGE IN INNSBRUCK

Die Israelitische Kultusgemeinde für Tirol und Vorarlberg ist eine kleine jüdische Gemeinde, deren etwa 120 Mitglieder über die beiden westlichsten Bundesländer Österreichs verstreut leben. Die kleine Synagoge im Herzen der Stadt Innsbruck ist das Zentrum und der Kristallisationspunkt der Gemeinde. In der Pogromnacht 1938 verwüstet und im Zweiten Weltkrieg zerstört, steht sie heute seit mittlerweile 26 Jahren wieder an ihrem ursprünglichen Ort: als ein Zeichen des politischen und religiösen Klimawandels in diesem Land und dieser heute weltoffenen Stadt.

So richtig zum Leben erwacht die Gemeinde alljährlich zu den Hohen Feiertagen, wenn die Gemeindemitglieder aus allen Richtungen in ihrer Synagoge zusammenkommen und gemeinsam mit jüdischen StudentInnen, die in der Universitätsstadt Innsbruck zu Gast sind, sowie mit jüdischen Touristen aus aller Welt das neue Jahr begrüßen.

Da die Gemeinde keinen Rabbiner vor Ort hat, freut sie sich jährlich auf ihren geliebten Oberrabbiner Paul Chaim Eisenberg, der zu den Feiertagen aus Wien anreist, um die Gottesdienste zu leiten.

Paul Chaim Eisenberg ist der Oberrabbiner des Bundesverbandes der Israelitischen Kultusgemeinden in Österreich.

Und wer etwas über jüdischen Humor erfahren will, kommt in Österreich an Paul Chaim Eisenberg, bis 2016 Oberrabbiner von Wien, nicht vorbei. Niemand sonst verkörpert eine so feinsinnige, kluge Heiterkeit und ist gleichzeitig eine zentrale Figur des österreichischen Judentums. Für Eisenberg ist Humor aber nicht Selbstzweck, sondern vor allem eine Methode, um die Aufmerksamkeit der Zuhörer auf ernstere Anliegen zu lenken. Denn – egal ob es um Religion, die tragische Geschichte, Politik, Familie oder den ganz normalen Alltag geht: Die Fähigkeit, über sich selbst zu lachen, ist vor allem ein Zeichen für Offenheit und Toleranz. „Ich hab’ noch nie einen Fundamentalisten lachen sehen“, sagt Paul Chaim Eisenberg. Sein Motto: „Die Rabbiner müssen die Regeln kennen, der Oberrabbiner auch die Ausnahmen.“ Diese Art von Augenzwinkern lässt sich auch auf viele religiöse Fragestellungen im Judentum anwenden; denn der Mensch mit all seinen Schwächen, Sorgen und Zweifeln steht hier im Mittelpunkt – und nicht die absolute Wahrheit.

Die Israelitische Kultusgemeinde für Tirol und Vorarlberg freut sich über Gäste und heißt sie herzlich in Innsbruck willkommen!

 

Um Anmeldung wird gebeten unter office@ikg-innsbruck.at
Dort finden Sie auch Unterstützung bei der Suche nach einer Unterkunft.

 

Sonntag, 29. September 2019, 29. Elul 5779 – EREW ROSCH HASCHANA
Ma’ariw und Kiddusch

Montag, 30. September, 01. Tischri 5780 – 1. Tag ROSCH HASCHANA
Schacharit, Mussaf und Kiddusch; Mincha, Ma’ariw und Kiddusch

Dienstag, 1. Oktober, 02. Tischri – 2. Tag ROSCH HASCHANA
Schacharit, Mussaf und Kiddusch

Dienstag, 8. Oktober, 09. Tischri – EREW JOM KIPPUR
Kol nidre und Ma’ariw

Mittwoch, 9. Oktober, 10. Tischri – JOM KIPPUR
Schacharit, Jiskor, Mussaf; Mincha, Ne‘ila, Ma’ariw und Anbeißen

 

Die genauen Gebetszeiten geben wir rechtzeitig an dieser Stelle bekannt.

Synagoge Innsbruck
6020 Innsbruck, Sillgasse 15
office@ikg-innsbruck.at
TEL: +43 (0)512 586892


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