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Veranstaltungen

Sa, 04.09.2010   "Die jüdisch-liberalen Alpenvereine" - Eine Exkursion zum Friesenberghaus
Samstag, 4. und Sonntag, 5. September 2010
Im Rahmen der Sonderausstellung „Hast Du meine Alpen gesehen?“ lädt das Alpine Museum zu einer ganz besonderen Veranstaltung zum Friesenberghaus im Zillertal ein.
Das Friesenberghaus im Zillertal wurde 1928-1932 vom jüdisch-liberalen Alpenverein Berlin errichtet. Nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten wurde es dem Alpenverein Donauland in Wien übergeben. Die stattliche Schutzhütte ist eines der wenigen verbliebenen Zeugnisse der jüdisch-liberalen Alpenvereine. Nach einer Einführung in die Geschichte der jüdisch-liberalen Alpenvereine durch die DAV-Sektion Berlin zeigt der Regisseur Lutz Maurer seinen Film über Joseph Braunstein, Musikwissenschaftler, Violinist und Hüttenwart des Hauses. Zusätzlich liest der Autor Martin Pollack aus seiner packenden Dokumentation „Anklage Vatermord“, deren Ausgangspunkt die Ermordung eines jüdischen Bergsteigers im Zillertal ist.
Am nächsten Morgen besteigen die Exkursionsteilnehmer gemeinsam das Petersköpfl
Beginn Samstag 12 Uhr am Parkplatz Schlegeisspeicher
Ende voraussichtlich am Sonntag gegen 15 Uhr.
Kosten (Übernachtung und Verpflegung 95 €)
Anmeldung unbedingt erforderlich.
Weitere Informationen und Anmeldung unter alpines.museum@alpenverein.de, www.alpenverein.de, Alpines Museum, Tel. +49-89-2112240
Eine Veranstaltung der Deutscher Alpenverein e.V. , Haus des Alpinismus, Praterinsel 5, 80538 München
12:00 Treffpunkt Parkplatz Schlegeisspeicher

Fr, 06.08.2010   "TV Buddhas" - Rockkonzert
Die TV Buddhas kommen aus Tel Aviv.
Die Entstehungsgeschichte liest sich wie eine typische Underdog-Story: Alle drei Bandmitglieder arbeiteten im selben mickrigen Plattenladen in ihrer Stadt.….
Mehr:
http://www.myspace.com/tvbuddhas
http://tvbuddhas.com/
http://derstandard.at/1277339476301/TV-Buddhas-Falafelpunk-mit-viel-grobem-Zwiebel
http://www.motor.de/motormeinung/motor.de/tv_buddhas_tv_buddhas.html
Vorarlbergtermine
Freitag, 6. 8. 2010 - 21.00 – Szene Openair Festival, Lustenau
Samstag, 7. 8. 2010 - 21.00 – Gasthof Kreuz, Rankweil
Montag, 9. 8. 2010 - 21.00 – Poolbar Festival, Feldkirch
21:00 Szene Openair Festival, Lustenau

Do, 22.07.2010   "Gedenktafel an die Familien Bauer und Schwarz" - Feierliche Enthüllung
*******An dieser Stelle befand sich das 1908 gegründete Warenhaus "Bauer und Schwarz", das 1938 arisiert wurde und von 1966 bis 2007 als "Kaufhaus Tyrol" weiter bestand. Die Familien Bauer und Schwarz waren seit der Mitte des 19. Jahrhunderts in Innsbruck ansässige jüdische Kaufmannsfamilien, die mit dem Bau ihres Warenhauses das erste moderne Großkaufhaus Westösterreichs schufen, Das Warenhaus überstand die Herausforderungen des Ersten Weltkriegs, der Weltwirtschaftskrise und der Inflationszeit. Das Ende der langen jüdischen Kaufmannstradition erfolgte 1938 mit dem "Anschluß". Die Mitglieder der beiden großen Familien wurden verfolgt, vertrieben und einige von ihnen ermordet.
Israelitische Kultusgeimeinde für Tirol und Vorarlberg******
Begrüßung
René Benko
Präsidentin Dr. Esther Fritsch
Ansprachen
Bürgermeisterin Mag.a Christine Oppitz-Plörer
Landtagspräsident DDr. Herwig van Staa
Festrede
Dr. Horst Schreiber, Historiker
Im Anschluss lädt die Sigan Hiolding zu einem Umtrunk ins Dolce Vita.
Anmeldung unter: Tel.: 0512.9011.14, E-mail: mt.jutz@kaufhaus-tyrol.at
11:00 Treffpunkt im Erdgeschoss des Kaufhaus Tyrol

Di, 13.07.2010   "Allein in die Fremde. Kindertransporte von Österreich nach Frankreich, Großbritannien und in die USA 1938–1941" - Buchpräsentation
von Gerda Hofreiter.
Wien, Ende 1938. Die Situation der jüdischen Bürger verschlimmert sich von Tag zu Tag. Die Visabeschaffung wird neben dem täglichen Überleben zur zentralen Problematik. Als die Möglichkeit für getrennte Kinderemigration publik wird, ist die Nachfrage groß. Über das Palästinaamt wird die Jugendalija nach Palästina durchgeführt, während die Israelitische Kultusgemeinde Transporte in europäische Länder und später in die USA organisiert. In solchen Kindertransporten fahren von Wien aus an die 3.000 Kinder allein in ein fremdes Land und entgehen so der Verfolgung durch das NS-Regime.
In „Allein in die Fremde“ werden die Lebensgeschichten dieser Kinder nachgezeichnet. Die Autorin gibt einen ausführlichen Überblick über alle Transporte ab Wien und verfolgt anhand von Akten und Zeitzeugenberichten die Wege und Schicksale der Kinder – ein lebendiger und fesselnder Blick auf einen bislang „weißen Flecken“ unserer Zeitgeschichte.
Eine Veranstaltung des Studienverlag und der Israelitische Kultusgemeinde Innsbruck für Tirol und Vorarlberg
19:00 Buchhandlung Wiederin, Sparkassenplatz 4, Innsbruck

So, 11.07.2010   "Treten Sie ein! Treten Sie aus! Konversionen und Grenzgänge" - Einführungsvorlesungen
im Rahmen der Sommeruniversität für jüdische Studien Hohenems 2010
Gemeinsam mit Lehrkräften verschiedener Hochschulen und Studierenden aus Österreich, Deutschland und der Schweiz soll die konfliktreiche Geschichte von Religionsübertritten vom und zum Judentum erkundet werden. Es geht um ein Thema, das an grundsätzliche Fragen des Selbstverständnisses des Judentums und des Verhältnisses zwischen den Religionen insgesamt rührt.
15.00 – 16.30 Uhr - "... diese Nichtsnutze, die sich einmal wie Juden, einmal wie Christen benehmen" - Jüdische Konversionen im mittelalterlichen Aschkenas - Vortrag von Dr. Martha Keil (St. Pölten)
17.30 – 19.00 Uhr - "Der nie abzuwaschende Jude" - Überlegungen zu Heinrich Heines conversio - Vortrag von Prof. Dr. Klaus Briegleb (Berlin)
Eine Veranstaltung der Abteilung für jüdische Kultur und Geschichte der Ludwig-Maximilian-Universität München, des Zentrums für Jüdische Kulturgeschichte der Universität Salzburg und des Institut für Jüdische Studien der Universität Basel, in Zusammenarbeit mit dem Jüdischen Museum Hohenems
Eintritt frei
15:00 Salomon Sulzer Saal, Schweizer Straße 21, Hohenems

Mi, 30.06.2010   Georg Friedrich Händel (1685-1759)- Israel in Egypt" - Jubiläumskonzert
Jubiläumskonzert 20 Jahre Vocappella
Großes Oratorium für Solisten, Doppelchor und Orchester
Aura Musicale Budapest auf historischen Instrumenten
Solisten: Nathalie Godefroy (Sopran), Alex Potter (Altus), Johannes Chum (Tenor)
Leitung: Bernhard Sieberer
Kartenvorverkauf: Innsbruck Info, Burggraben 3, Tel.: 0512/5356-0, Stadtamt Kufstein, TVB Ferienland Kufstein, bei den Chormitgliedern und an der Abendkassa
20:00 Mi 30.6.10 - Stiftskirche Stift Wilten, Innsbruck Do 1.7.10 - Pfarrkirche Sparchen, Kufstein

Di, 29.06.2010   „Zwischen allen Stühlen. Lebenswege des Journalisten Karl Pfeifer" - Dokumentarfilm und Diskussion
Im Jahr 2008 produzierte die österreichische Politikwissenschafterin und Journalistin Mary Kreutzer im Auftrag der "Gesellschaft für kritische Antisemitismusforschung" den Dokumentarfilm über das Leben von Karl Pfeifer.
Karl Pfeifer, geboren 1928, floh 1938 mit seinen Eltern nach Ungarn, wo er 1940 der sozialistisch-zionistischen Jugendorganisation Haschomer Hatzair beitrat.
Nach der deutschen Besetzung Ungarns durch Deutschland im Jahre 1944 gelang ihm als einer unter 50 Jugendlichen und Kindern auf abenteuerliche Weise die Flucht nach Palästina. Er lebte in einem Kibbutz, diente ab 1947 in der Elitetruppe Palmach und nach der Staatsgründung Israels bis 1949 in der israelischen Armee.
1951 kehrte er nach Österreich zurück. Von 1982 bis 1995 war er Redakteur der "Gemeinde", dem offiziellen Organ der Israelitischen Kultusgemeinde Wien.
Daneben arbeitete er seit Anfang der 1990er Jahre als Wiener Korrespondent des israelischen Radios und als freier Journalist des monatlich erscheinenden antifaschistischen Londoner Magazins "Searchlight" sowie der Budapester Wochenzeitung "Hetek". Karl Pfeifer gehört dem Kuratorium des Dokumentationsarchivs des österreichischen Widerstandes an.
Der Film wird in Anwesenheit von Karl Pfeifer gezeigt.
Es sprechen: Karl Pfeifer, Journalist und Dr. Esther Fritsch, Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde für Tirol und Vorarlberg
Moderation: Ao. Univ.-Prof. Mag. Dr. Thomas Albrich, Institut für Zeitgeschichte der Universität Innsbruck
Eintritt frei!
19:00 Hörsaal F der Universität Innsbruck, Innrain 52, 2. Stock, 6020 Innsbruck

Fr, 18.06.2010   "Brauchtum: kennen - (wert)schätzen - teilen" - Tag des Dialogs
Bräuche und Brauchtum gab, gibt und wird es in allen Religionen und Kulturen geben. Sie gehören fundamental zu Menschen in ihrem Zusammenleben dazu.
Bräuche dienen der Sinn-, Identitäts- und Integrationsstiftung. Sie vereinen und wirken gemeinschaftsbildend. Übergänge im Leben haben je ihre eigenen Traditionen, der Jahreskreis und der Alltag wird von ihnen bestimmt.
Mit sinn- und identitätsstiftenden Bräuchen und Riten von Judentum, Christentum und Islam beschäftigen wir uns an diesem Tag des Dialogs. Jede Religion, jede Kultur, jede Region hat ihre eigenen Bräuche und Riten. Es wird der Blick geschärft, weIche religiös begründet sind und welche kulturell. Es geht um das gegenseitige Kennenlernen und Wertschätzen. Die Workshops werden von jüdischen, christlichen und muslimischen Fachleuten geleitet und haben folgende Themenschwerpunkte: Tage des Gebetes und der Versammlung; Alltägliches Leben; Rituale der Kindheit und Jugend; Beziehung, Familie und Gemeinschaft; Abschied, Tod und Trauer.
Referenten:
Thomas LIPSCHÜTZ, Israelitische Kultusgemeinde Innsbruck
Prof. Peter STÖGER, Institut für Erziehungswissenschaften, Universität Innsbruck
Dr. Adel EL SAYED, Lehrbeauftragter am Institut für Politikwissenschaften, Universität Innsbruck
Eine Veranstaltung in Zusammenarbeit von Caritas Migration & Integration, Christlich-Muslimische Dialoggruppe, Friede - Institut für Dialog, Initiative Minderheiten und der Israelitischen Kultusgemeinde Innsbruck.
Anmeldung erforderlich - (0)512 - 58 78 69 – 19, elisabeth.reiter@dibk.at
Beitrag: Unkostenbetrag für eine kleine Stärkung
15:00 Haus der Begegnung, Rennweg 12, 6020 Innsbruck

Mo, 07.06.2010   "DIE KINDER VON MAISON D`IZIEU" - Wanderausstellung
konzipiert und kuratiert von der Gedenkstätte Maison d´Izieu (Frankreich)
Die Fotoausstellung zeigt die Kinder und ihre Erzieher in der Zeit ihres Aufenthaltes in Izieu von Mai 1943 bis April 1944. Es sind fröhliche Bilder, mit fröhlichen Kindern. Das Wissen um ihre grausame Ermordung ist dadurch noch schmerzvoller.
NÄHERES: http://www.millisegal.at/DKVMI/
AUSSTELLUNGSAUER
7. -18. Juni 2010
Mo. – Fr. 10:00 – 17:00 Uhr
10:00 Tiroler Fachberufsschule für Tourismus Absam, Eichatstraße 18, 6067 Absam

Fr, 04.06.2010   "Vinzent Van Gogh: Ein zerissenes Leben" - Videovortrag
Die wichtigsten Stationen im Leben und Werk des ExpressionistenVincent Van Gogh, Präsentiert von Fiso Heyt und Hanna Molden.
Ein 80-minütigen Videovortrag mit über 120 Gemälden und Zeichnungen
20:00 Fichtensaal des Romantikhotels Böglerhof, Alpbach

Sa, 29.05.2010   "Orte jüdischen Lebens in Innsbruck" - Stadtspaziergang mit den stadtführerINNen
Zahlreiche jüdische Familien bereicherten über mehrere Generationen das Innsbrucker Leben, als Kaufleute, Fabrikanten und Politiker. Nach Jahrhunderten der Duldung erfuhren sie im späten 19. Jahrhundert eine kurze Zeit der Anerkennung und des gesellschaftlichen Aufstiegs, bevor im Nationalsozialismus der Antisemitismus seinen Höhepunkt erreichte und zur fast vollständigen Vernichtung der jüdischen Gemeinde führte.
Machen Sie sich gemeinsam mit „die stadtführerINNen“ auf eine Spurensuche zu Orten jüdischen Lebens in Innsbruck.
treffpunkt: vor dem Café Munding, Kiebachgasse 16, 6020 Innsbruck
anmeldung im aut. architektur und tirol
telefonisch +43 512 571567 oder per E-Mail an office@aut.cc
Eine Veranstaltung im Rahmen der Architekturtage 2010 in Kooperation mit „die stadtführerINNen“
00:00

So, 18.04.2010   "„Licht und Farbe“ - die 5. Sonntagsmatinee des TSOI
Ottorino Respighi (1879-1936) Il Tramonto für Mezzosopran und Streichquartett
Lysianne Tremblay, Mezzosopran Ensemble INN
John Tavener (*1944) Akhmatova Songs
Debra Fernandes, Sopran Peter Polzer, Cello
Maurice Ravel (1875-1937) Streichquartett F-Dur
CEDAG-Quartett
11:00 Tiroler Landeskonservatorium, Paul Hofhaymer Gasse 6, 6020 Innsbruck

Do, 25.03.2010   "Judenbichl - Die jüdischen Friedhöfe in Innsbruck" - Buchpräsentation
Erzählt wird die Geschichte der jüdischen Friedhöfe in Innsbruck, von der Errichtung des Friedhofs am „Judenbichl“ im 15. Jahrhundert bis zum heutigen israelitischen Friedhof am städtischen Westfriedhof, und zeichnet damit gleichzeitig die Entwicklung der jüdischen Bevölkerung Innsbrucks im Laufe der Jahrhunderte nach.
Inhalt:
Thomas Albrich (Hrsg): Vom Judenbichl bis zum Westfriedhof: die jüdischen Begräbnisstätten in Innsbruck.
Michael Guggenberger: Der alte jüdische Friedhof am Judenbichl
Martin Achrainer: Die jüdische Abteilung am städtischen Friedhof in Innsbruck 1864–1945
Niko Hofinger: Die jüdische Abteilung am Westfriedhof in Innsbruck nach 1945
Ada Rinderer: Judenbühel – alter jüdischer Friedhof
Martin Achrainer: Alphabetisches Verzeichnis der jüdischen Beerdigungen in Innsbruck 1790–2002
19:00 Stadtturm, Bürgersaal, Herzog-Friedrich-Str. 21, Innsbruck

Fr, 19.03.2010   "wortlos.Gewissen" - im Rahmen des Osterfestivals
An 21 Orten in Innsbruck und Hall findet zwischen 14. März und 3. April täglich um 15 Uhr die Aktion wortlos.Gewissen statt, die dieses Jahr dem Wegschauen unserer Gesellschaft gegenüber Elend und Leid gilt. Jeden Tag spielen oder lesen Künstlerinnen & Künstler 20 – 30 Minuten, auch Kinder, im und mit dem öffentlichen Raum und leisten so ihren Beitrag gegen die soziale Kälte unserer Zeit, gegen unser kleinmütiges Schweigen vor dem Leben, dem Leid der Menschen, auch in nächster Nähe. Vorübergehen, Bedauern, Achsel zucken. Keine Zeit, pressiert, pressiert, es gibt Wichtigeres, Dein Problem! Lass mich in Ruh! Hau ab! Dagegen Gesten einzelner, Widerstand, unser dennoch, immer wieder Utopie der Harmonie: Musik und Kunst.
Eine Veranstaltung von: http://www.osterfestival
15:00 Synagoge Sillgasse 15, 6020 Innsbruck

Di, 16.03.2010   „Erklär mir Liebe“ - Literaturlesung
Gedichte & Briefwechsel 1949-63 - Ingeborg Bachmann (Wien) - Paul Celan (Paris)
Gedichte & Briefwechsel 1967-70 - Ilana Shmueli (Jerusalem) - Paul Celan (Paris)
Ingeborg Bachmann und Paul Celan lernten sich im Mai 1948 in Wien kennen. Bachmann studierte dort Philosophie, für Paul Celan war Wien eine Zwischenstation bevor er Ende Juni nach Paris ging.
Der Briefwechsel zwischen den beiden ist ein bewegendes Zeugnis: zunächst als das Gespräch einer Liebe nach Ausschwitz, mit allen Störungen und Krisen aufgrund der so konträren Herkunft der beiden und ihrer schwer zu vereinbarenden Lebensentwürfe als Frau und Mann und als Schreibende.
Aber es ist auch ein Ringen um Freundschaft oder um wenigstens irgendeine Beziehung.
Ilana Shmueli, eine Freundin aus Czernowitzer Jugendtagen und aus der Zeit des Ghettos begegnete Paul Celan 1965 wieder in Paris.
Nach Israel zurückgekehrt, wo sie seit 1944 lebt und als Sozialpädagogin arbeitete, entstand eine intensive Korrespondenz zwischen beiden.
Diese Briefe sind ein einzigartiges Dokument der Liebe und des Vertrauens, sie geben ein äußerst anschauliches Bild der letzten Lebensmonate Paul Celans.
Ilana Shmueli lebt heute in Jerusalem, spät in ihrem Leben begann sie selbst zu schreiben, in Deutsch und Hebräisch und sie übersetzte viele Gedichte Celans ins Hebräische.
es lesen Dagmar Schwarz (Wien) und Günter Lieder (Tiroler Landestheater)
19:00 Buchhandlung Wiederin, Sparkassenplatz 4, Innsbruck

Sa, 06.03.2010   "Szenen einer Liebe" - Eine musikalisch-literarische Collage
mit Originaltexten von George Sand und der Musik von Frédéric Chopin, zusammengestellt von Topsy Küppers, am Klavier Christos Marantos.
mit anschliessendem Cocktail in Anwesenheit der Künstler
Eintritt: 50 €, Gruppenpreis möglich
Eine Veranstaltung der Villa Schindler
20:00 Villa Schindler, Obermarktstrasse 45, 6410 Telfs

Di, 02.03.2010   "Von Bauer & Schwarz zum Kaufhaus Tyrol" - Buchpräsentation
von Horst Schreiber (Hrsg)
1908 errichten die im letzten Drittel des 19. Jahrhunderts zugewanderten jüdischen Familien Bauer und Schwarz das erste Warenhaus in der Innsbrucker Maria-Theresien-Straße und revolutionieren damit die Konsumwelt in Tirol.
In der NS-Zeit werden die Familien enteignet und aus Tirol vertrieben, zahlreiche Familienmitglieder ermordet. Die Überlebenden erhalten nach einem 12-jährigen Prozess eine lächerlich kleine Vergleichszahlung. 1966 beginnt mit der Eröffnung des Kaufhaus Tyrol eine neue Ära, die durch wechselnde Eigentumsverhältnisse gekennzeichnet ist. Wirtschaftlich erfolgreiche Jahre werden von einem stetigen Niedergang abgelöst, der in der Schließung des Kaufhauses mündet. Das nun nach kontroversen Prozessen entstandene
moderne Einkaufszentrum soll als Magnetbetrieb den Handel in der Innsbrucker Innenstadt stärken. Zahlreiche Lebensgeschichten werden durch erstmals
publiziertes Fotomaterial illustriert. Ein Fotoessay dokumentiert Abbruch und Neubau.
Begrüßung: Dr. Martin Kofler
Es sprechen: Bürgermeisterin Hilde Zach, Dr. Horst Schreiber, Dr. Lukas Morscher, Dr. Esther Fritsch, Hannes Schlosser, Mag. Andrea Sommerauer
19:00 Plenarsaal, Maria-Theresien-Straße 18, 6. Stock/Rathausgalerien, Innsbruck

Mi, 27.01.2010   "Antisemitismus im Vorarlberger Wahlkampf – war’s das?" - Öffentlicher Diskurs
Einige Wochen danach ist Zeit für ein paar Überlegungen: War der „Exil-Jude aus Amerika“ nur ein Wahlkampf-Hit der FPÖ und ist die Sache damit erledigt? Welche Rolle spielt Antisemitismus heute in Vorarlberg - angesichts von Spannungen und Ängsten im Zusammenhang mit wachsender sozialer Unsicherheit, mit Migration und mit dem Sichtbarwerden des „Fremden“ in Gestalt des Islam? Was sind mögliche Antworten des Bildungswesens und welche Strategien erfordert die öffentliche Auseinandersetzung mit Antisemitismus heute?
Hanno Loewy (Jüdisches Museum Hohenems) und Werner Dreier (Projekt erinnern.at) wollen Antworten auf diese und weitere Fragen geben und laden zu einer öffentlichen Debatte ein.
Moderation: Kurt Greussing
Kartenvorverkauf | T 0043-(0)5574|44034
www.theaterkosmos.at, office@theaterkosmos.at
€ 5,- | Jugendliche, Arbeitslose € 2,-
Eine Veranstaltung in Zusammenarbeit von Theater Kosmos, Arbeitsgemeinschaft Christentum und Sozialdemokratie, Grüne Bildungswerkstatt, Renner-Institut, erinnern.at, Jüdisches Museum Hohenems und Johann-August-Malin-Gesellschaft
20:00 Theater KOSMOS, Mariahilfstraße 29, 6900 Bregenz

Mo, 25.01.2010   Von Salomon Sulzer bis "Bauer & Schwarz" - Buchpräsentation
Rabbiner, Musiker, Kaufleute, Industriepioniere, frühe Touristiker –Beispiele jüdischen Lebens im 19. Jahrhundert.
Hrsg Thomas Albrich
Der Hohenemser Salomon Sulzer, Reformer und musikalischer Superstar des beginnenden 19. Jahrhunderts, gilt noch heute als Ikone des religiösen jüdischen Aufbruchs in die Moderne in Österreich. Zur selben Zeit kämpft der böhmische Unternehmer Martin Steiner in Innsbruck um die rechtliche Gleichstellung der Juden. Ihre Geschichten stehen, zusammen mit vielen anderen, exemplarisch für einen langwierigen Prozess der jüdischen Emanzipation, der in den hundert Jahren zwischen 1814 und 1914 zur religiösen und wirtschaftlichen Modernisierung in Tirol und Vorarlberg führte – doch scheinen ihre Verdienste längst vergessen.
Thomas Albrich und sein Team sind ihren Spuren aufmerksam gefolgt und auf mutige, innovative und bewegende Schicksale gestoßen.
Nach den Lebensgeschichten in „Wir lebten wie sie“, die in den Holocaust führten, macht er uns nun mit den jüdischen Pionieren jener ersten Generation bekannt.
19:00 Theologische Fakultät der Universität Innsbruck, Karl-Rahner-Platz 3, Madonnensaal

Do, 17.12.2009   "Konstellation. Walter Benjamin" - Buchpräsentation
von Arno Gisinger und Nathalie Raoux.
"Konstellation Benjamin" ist eine fotografische Reise ins Heute jener europäischen Orte, die der deutsche Schriftsteller und Philosoph während seiner Exiljahre zwischen 1933 und 1940 besuchte. Im Wechselspiel mit Benjamins Korrespondenz reflektieren Arno Gisingers Fotografien das Hier und Jetzt von Orten und Nicht-Orten der Geschichte. Eine Chronologie der französischen Philosophin und Historikerin Nathalie Raoux situiert Benjamins Biografie im historischen Kontext der Zeit und ein Nachwort des Kunsttheoretikers Georges Didi-Huberman analysiert das Prinzip der Montage bei Brecht und Benjamin. Ein Zusammenspiel von Gegenwart und Vergangenheit, von historischer Forschung und Fotografie, von Text und Bild.
Brigitte Walk, Alexander Kubelka und Hanno Loewy lesen aus Briefen und anderen Texten von Walter Benjamin. Arno Gisinger und Peter Niedermair erkunden im Gespräch die fotografische Annäherung an Walter Benjamins Exil. Das zweisprachige Buch mit Fotografien von Arno Gisinger, Texten von Nathalie Raoux und Georges Didi-Huberman und Zitaten aus den Briefwechseln Walter Benjamins ist soeben im Bucher Verlag erschienen.
Eintritt: € 7,-/4,-
Kartenreservierung: office@jm-hohenems.at, Tel. 0043(0)5576-73989-0
19:30 Jüdisches Museum Hohenems, Schweizer Strasse 5, A-6845 Hohenems

Do, 19.11.2009   "Brauntöne" - Bild-/Tonvortrag
von Markus Rachbauer und Thomas Rammerstorfer
„…rechtsextreme Musik beschränkt sich längst nicht mehr auf den Skinheadrock oder folkloristische Marschmusik. Neonazis versuchen an unterschiedlichste Musikstile „anzudocken“ um ihre Ideen in immer mehr Szenen der Jugendkultur zu verbreiten. Rassistische, nationalistische, antisemitische und gewaltverherrlichende Weltanschauungen haben in vielen Bereichen Fuß gefasst. ….“(http://www.gruebi-tirol.at)
Markus Rachbauer und Thomas Rammerstorfer beleuchten in ihrem mit Bildern und Tonbeispielen unterlegten Vortrag sowohl die Geschichte des Rechtsrocks
als auch die aktuellen Tendenzen in den Szenen.
Mag. Markus Rachbauer (Wels) studierte Politikwissenschaften arbeitet als pädagogischer Mitarbeiter in einer Gedenkstätte für Opfer des Nationalsozialismus
Thomas Rammerstorfer (Linz) recherchiert seit 15 Jahren zu Rechtsextremismus und verwandten Themen, ist Mitglied der Redaktion von Context XXI und Mitarbeiter der „Liga für emanzipatorische Entwicklungszusammenarbeit“ (www.leeza.at)
Beide sind auch beim Welser Infoladen aktiv.
Eine Veranstaltung der Grünen Bildungswerkstatt Tirol
Diese Veranstaltung wird vom Jugendzentrum Z6 unterstützt
19:00 Jugendzentrum Z6, Dreiheiligenstrasse 9, Innsbruck

Di, 17.11.2009   “Tel Aviv: Die ersten 100 Jahre Träume und Alpträume einer neuen Stadt“ - JÜDISCHE FILMWOCHEN VORARLBERG - 17. November – 1. Dezember 2009
PROGRAMM
http://www.jm-hohenems.at/mat/302_Folder_JuedischeFilmwochen_2009.pdf


Do, 12.11.2009   "Rose Ausländer" - im Porträt von Christoph W. Bauer
Rose Ausländer wurde 1901 in Czernowitz als Rose Scherzer geboren.
Sie entstammte einer weltoffenen, liberal-jüdischen Familie, in der jedoch die wichtigsten Regeln der jüdischen Tradition bewahrt wurden.
Schon früh fühlte sie sich der Literatur verbunden, das eigene Schreiben und Dichten nahm jedoch erst während der zwanziger Jahre einen wesentlichen Platz in ihrem Leben ein.
In der Zwischenzeit in die USA emigriert, kehrte sie 1931 aufgrund familiärer Umstände nach Czernowitz zurück, wo sie als Lyrikerin, Journalistin, Übersetzerin und Englischlehrerin tätig war. Nach den schrecklichen Jahren der Zwangsarbeit im Ghetto(1941-44) übersiedelte sie wiederum in die USA.
Nach einem überaus bewegten und durch viele Reisen geprägten Leben verbrachte sie ihre letzten Jahre im Altenheim der jüdischen Gemeinde in Düsseldorf.
Mehr als zwanzig Gedichtbände liegen heute von ihr vor, u.a. Hügel aus Äther unwiderruflich; Im Aschenregen die Spur deines Namens; Mutterland/Einverständnis
1977 erhielt sie den Ida-Dehmel-Preis der GEDOK. Gryphius-Preis, 1980 wurde ihr die Roswitha-Medaille Bad Gandersheim zuerkannt.
C.W. Bauer, geboren 1968, lebt derzeit in Innsbruck. Schreibt Lyrik, Prosa, Dramatik, Hörspiele, Essays und ist als Übersetzer und Herausgeber tätig.
Publikationen: Zuletzt Im Alphabet der Häuser. Roman einer Stadt (2007), Graubart Boulevard (2008, beide: Haymon).
20:00 Literaturhaus am Inn, Josef-Hirn-Str. 5, A-6020 Innsbruck

Mi, 11.11.2009   Avishai Cohen - „Aurora“ - Konzert
Den internationalen Durchbruch schaffte er an der Seite von Größen wie Herbie Hancock, Bobby McFerrin und Chick Corea, der über den israelischen Bassisten, Komponisten, Sänger und Pianisten urteilte: «Avishai Cohen ist ein genialer Musiker, ein großartiger Komponist mit einer wirklich starken Vision von der Musik, die er machen will. Mit ihm zu arbeiten war außergewöhnlich erfrischend.» Avishai Cohens Musik hat viele Gesichter: Sein Name steht für multikulturellen Jazz höchster Qualität; seine vielseitigen Stücke vereinen spanische, nahöstliche und afrikanische Klänge und erweisen zudem den Altmeistern der Klassik ihre Reverenz. Und doch betont der Israeli seine kulturellen Wurzeln wie kein anderer Jazzmusiker der Spitzenklasse.
>>>>>Ein Israeli zu sein, heißt sehr multikulturell zu sein. Weil Israel ein vergleichsweise junger, moderner Staat ist. Es ist kein altes Land. Die Einflüsse in Israel kamen seit Jahrzehnten sehr stark aus Russland. Es gibt viele Israelis mit russischen, polnischen, osteuropäischen und deutschen Wurzeln. Und dann gibt es die spanischen, türkischen und griechischen Einflüsse. Die Welt der jüdischen Gypsy-Musik. Ob es nun die Sepharden waren, die von Spanien in viele Mittelmeerländer gingen, oder Gypsies aus Bulgarien, und vom Balkan. All diese Einflüsse existieren in Israel. Es gibt viele israelische Songs, die auf russischen Songs basieren. Osteuropäische Melodien, versehen mit hebräischen Texten. Das wurde zu einem Folk-Idiom in Israel. Dann gibt es Komponisten, die den mediterranen Sound und die arabischen Rhythmen der Darabouka mit westlichen Harmonien verbanden. Das brachte einen speziellen Sound hervor. Dieser Sound bin ich. AVISHAI COHEN<<<<<
21:00 Treibhaus, Angerzellgasse 8, 6020 Innsbruck

Mo, 09.11.2009   "Niemals vergessen und wehret den Anfängen“ - Gedenken an die Opfer der Pogromnacht
Die sogenannte „Reichskristallnacht“, das Pogrom an den jüdischen MitbürgerInnen, war auch in Innsbruck von den nationalsozialistischen Machthabern sorgfältig vorgeplant worden. Gemessen an der Bevölkerungszahl, war es das blutigste Pogrom im damaligen Deutschen Reich. Viele der Täter kamen nach Kriegsende mit glimpflichen Strafen davon, oder entzogen sich, wie der Mörder von Ing. Richard Berger, Dr. Gerhard Lausegger, durch feige Flucht der Gerechtigkeit. Zur Erinnerung an die traurigen und entsetzlichen Ereignisse dieser Nacht vor 71 Jahren wird zu einer Trauerstunde eingeladen.
Die Gedenkrede hält Mag. Thomas Lipschütz, Israelitische Kultusgemeinde Tirol
Veranstalter: Gewerkschaftsjugend, Jusos Tirol, Soz. FreiheitskämpferInnen Tirol, SPÖ Innsbruck, Rennerinstitut-SPÖ Landesbildungsausschuss, Soz. StudentInnen, aktion kritischer schüler/innen
17:30 Jüdischer Friedhof im Städtischen Westfriedhof (Zugang über Südeingang – Südring, Egger-Lienz-Straße)

Do, 29.10.2009   "Hilde Domin" - im Porträt von Christoph W. Bauer
Hilde Domin (1909 – 2006) wurde in Köln als Tochter eines jüdischen Rechtsanwalts geboren. In Heidelberg, Köln und Berlin studierte sie zunächst Jura, dann Nationalökonomie, Soziologie und Philosophie. 1932 sah die Jüdin die NS-Machtergreifung voraus und wanderte mit dem Kunsthistoriker Erwin Walter Palm, den sie 1936 heiratete, nach Rom aus. 1939 floh sie nach England und ging von dort mit ihrem Mann ins Exil in die Dominikanische Republik. Das Gefühl der Heimatlosigkeit und Verlassenheit sowie eine schwere Ehekrise förderten ihren Durchbruch zur eigenen künstlerischen Existenz und sie begann unter dem Pseudonym „Domin“ zu schreiben. Nach 22-jährigem Exil kehrte das Ehepaar nach Deutschland zurück und innerhalb von wenigen Jahren avancierte Hilde Domin zu einer der bedeutendsten deutschen Lyrikerinnen.
C.W. Bauer, geboren 1968, lebt derzeit in Innsbruck. Schreibt Lyrik, Prosa, Dramatik, Hörspiele, Essays und ist als Übersetzer und Herausgeber tätig.
Publikationen: Zuletzt Im Alphabet der Häuser. Roman einer Stadt (2007), Graubart Boulevard (2008, beide: Haymon).
20:00 Literaturhaus am Inn, Josef-Hirn-Str. 5, A-6020 Innsbruck

Mi, 28.10.2009   "Mein Abschied vom Himmel" - Lesung und Gespräch
Hamed Abdel-Samad präsentiert sein neues Buch
„Mein Abschied vom Himmel“ ist der erste Bericht über Gewalt in der islamischen Gesellschaft aus männlicher Perspektive.
Die Erzählung aus einem Leben, das für eine ganze Generation junger Muslime stellvertretend stehtund der Abschied von einem erhabenen und wütenden Gott, der nur diktiert, aber nie verhandelt und die Menschen bis in díe intimsten Lebenssituationen mit Geboten verfolgt.
Das Buch erfuhr mit seinem Erscheinen in Ägypten heftige Diskussionen, aber vor allem Zustimmung und Dank in Hohem Maße.
Hamed Abdel-Samad, geb. 1971, in einem ägypt. Dorf, studierte Englisch und Französisch in Kairo, Politikwissenschaft in Augsburg und Japanisch an der Universität Kwansei Gakuin in Japan.
2003 war er für die UNESCO in Genf tätig, von 2004 bis 2007 am Lehrstuhl für Islamwissenschaften der Universität Erfurt. Dann am Georg-Eckert-Institut für internationale Schulbuchforschung.
Seit 2008 forscht und lehrt er am Institut für Jüdische Geschichte und Kultur an der Universität München. Er war aufgrund seiner Kritik an der islamischen Welt auf Polizeischutz angewiesen.
Eine Veranstaltung in Kooperation zwischen der Buchhandlung (Buch&Mehr, Mariahilfstraße 14) und dem Verein Tafie
19:00 kunst&drüber, Mariahilfstr.20, 6020 Innsbruck

Di, 20.10.2009   "Variationen über Selektion: Primo Levi und Darwin" - Lesung und Vortrag
Primo Levi (1921-1987) war Chemiker und wurde mit seinen Zeitzeugenberichten (Ist das ein Mensch, Die Atempause) zu einem der bekanntesten und beliebtesten italienischen Gegenwartsautoren. Neben autobiographischen Werken und literarischen Essays verfasste er phantastische Kurzgeschichten, denen philosophische oder naturwissenschaftliche Hypothesen zugrunde liegen,wie z.B. die Darwinsche Evolutionstheorie und die darauf basierende Evolutionäre Erkenntnistheorie. Auf amüsante und beklemmende Weise vermittelt Levi dem Leser das, was Darwin wirklich sagte, weil er der Auffassung ist, dass uns die im Bildungskanon viel zu wenig verankerten Naturwissenschaften und das Wissen um die Grenzen unserer Erkenntnisfähigkeit helfen, Unheil bringende Instinkte in uns zu bekämpfen.
Referentin: Dr.in Sylvia Tschörner ist Autorin des Buches Il binocolo aristotelico: Naturwissenschaft, Philosophie und Intertextualität im Werk von Primo Levi (Lang, 1999). Sie arbeitet als Kulturpublizistin (Beiträge für Kindlers Neues Literaturlexikon) und Dramaturgin und übersetzt aus dem Englischen, Französischem, sowie Italienischem (u.a. für Reclam). Sie ist außerdem Schauspielerin im Innsbrucker Keller-, Augenspiel- und anderen Off-Theatern, Künstlerische Leiterin des Theaterverein elevat ardor und Autorin mehrerer, z.T. aufgeführter, Stücke.
19:30 Claudiasaal,Claudiana, Innenhof, 2. Stock, Herzog-Friedrich-Str. 3, 6020 Innsbruck

Sa, 03.10.2009   "Lange Nacht der Museen" - Museumsfest mit Speis und Trank
Hast du meine Alpen gesehen?
Wollen Sie die Alpen neu entdecken? Einen Abend mit überraschenden neuen Einsichten genießen? Oder einfach entspannt auf Zeitreise gehen? Dann schauen Sie im Jüdischen Museum Hohenems vorbei. Erleben Sie Geschichte als Herausforderung der Gegenwart – eine Einladung zum Gespräch zwischen den Generationen. Begegnen Sie Bergsteigern und Rabbinern auf den Gipfeln, Skipionieren am Arlberg und Erfinderinnen von Trachtenpuppen und Dirndln, jüdischen Musikern und Schriftstellern in den Bergen, Menschen zwischen jüdischer Tradition und Gegenwart, Migration und Diaspora.
Und für Kinder gibt’s spannende Geschichten von Monika Helfer und Barbara Steinitz und eine Button-Werkstatt mit Fräulein Cicibe.
Und wie jedes Jahr ist für das leibliche Wohl gesorgt!
Kinderprogramm - Button-Werkstatt für Kinder
18.00 - 20.00 Uhr, im Zelt auf der Rückseite des Museums, für Kinder ab 6 Jahren
Wir kreieren unsere eigenen Buttons zum Mitnehmen! mit Renate Djukic´ (Fräulein Cicibe)
Erwachsenenprogramm – stündliche Kurzführungen durch die Dauerausstellung Treffpunkt: im Foyer des 1. Obergeschosses ab 18.00 Uhr
Kurzführungen durch die Sonderausstellung "Hast du meine Alpen gesehen?" Treffpunkt: im Foyer des Kellers ab 18.30
Die Jazzmusikanten begleiten musikalisch durch den Abend – mit eigenen und traditionellen Kompositionen aus verschiedensten Stilrichtungen wie Argentinischer Tango, Klezmer, Dixie, Musette und Jazz.
Bernhard Klas: Klarinette, Saxophone - Bernd Konzett: Bass - Hannes Berthold: Akkordeon
18:00 Jüdisches Museum Hohenems, Schweizer Strasse 5, A-6845 Hohenems

Mi, 09.09.2009   "Clegg & Guttmann - Porträts" - Fotoausstellung
Michael Clegg (* 1957 in Dublin) und Martin Guttmann (* 1957 in Jerusalem)
Im Werk von Clegg & Guttmann, die seit mehr als 20 Jahren international erfolgreich zusammen arbeiten, kommt dem Porträt eine zentrale Rolle zu.
Wie ein roter Faden zieht sich die Arbeit an diesem Genre durch ihre komplexen künstlerischen und ästhetischen Strategien. Die exemplarische Werkschau im FO.KU.S zeigt virtuose Porträtkunst aus mehr als 20 Jahren.
Ausstellungseröffnung: Mittwoch, den 09. September 2009
19.00 Uhr
Die Künstler sind anwesend
Dauer der Ausstellung 10. September bis 7. November 2009
Öffnungszeiten: Mo-Fr 11-18 Uhr, Sa 11-15 Uhr
Eine Veranstaltung des FO.KU.S, Foto Kunst Stadtforum
FO.KU.S, Foto Kunst Stadtforum, 6020 Innsbruck (BTV Ecke Erlerstraße/Gilmstraße)

Sa, 29.08.2009   "Marc Chagall und die Mythern der Bibel" - Video-Präsentation
Marc Chagalls Symbolsprache in Bildern. In einer Video-Präsentation von über 50 Gemälden Chagalls erläutern Univ.-Doz. Friso D. Heyt, Kultursoziologe Universität Amsterdam, und Dr. Hanna Molden, freie Schriftstellerin und Journalistin, Alpbach, die reiche Formen- und Symbolsprache des berühmten französisch-russischen Malers.
Eintritt: freiwillige Spenden.
Eine Veranstaltung von Univ.-Doz. Friso D. Heyt und Dr. Hanna Molden
15:30 EUROPÄISCHES FORUM ALPBACH - Veranstaltungssaal im Feuerwehrhaus

Do, 20.08.2009   "Die Sprache der Bibel" - Althebräisch für Kinder
Dr. Simone Paganini, Institut für Bibelwissenschaften und Historische Theologie
Auf spielerische Art und Weise erlernen wir das althebräische Alphabet
und übersetzen gemeinsam einfache hebräische Sätze aus der Bibel. In
einer Powerpoint-Präsentation erfahrt ihr zunächst Wissenswertes über
die Entstehung von Schriftrollen. Anschließend basteln wir ein eigenes
Pergamentstück bzw. ein Ostrakon, das ihr als frisch gebackene
"Schriftgelehrte" natürlich mit nach Hause nehmen dürft.
Alter: 10-14 Jahre, Max. Teilnehmerzahl: 20, Kosten: 4 €
Anmeldung: Tel.: + 43(0)512/507-8609
09:00 Treffpunkt: 8.45 Uhr, Karl Rahner-Platz 1 (vor der Jesuitenkirche), Universitätsstraße

So, 02.08.2009   "Reiseziel: Museum!" - Museumsaktion
Die Reise geht weiter! Auch diesen Sommer beteiligt sich das JMH wieder an der landesweiten Museumsaktion Reiseziel: Museum! Dabei stellen wir die Kinder in die Mitte. Sie erhalten an unserer Kassa einen edlen Reisekoffer aus Holz und einen Museums-Reisepass. Zudem erwartet sie passender Reiseproviant und ein Reisetagebuch für eigene Notizen. Zu entdecken gibt es vieles. Illustrierte Geschichten, anregende Fotos und Objekte erzählen über das jüdische Leben von damals und heute...
Eintritt: € 1,- pro Person (mit Vorarlberger Familienpass)
10:00 Jüdisches Museum Hohenems, Schweizer Strasse 5, A-6845 Hohenems

Do, 16.07.2009   Einweihung der Gedenkstätte - „Alter Jüdischer Friedhof- Judenbühel“
BEGRÜSSUNG - Dr. Esther Fritsch, Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde für Tirol und Vorarlberg
GRUSSWORTE - Bürgermeisterin Hilde Zach, Stadt Innsbruck
Landtagspräsident DDr. Herwig van Staa, Land Tirol
HISTORISCHER ÜBERBLICK - Mag. Michael Guggenberger, Historiker und Archäologe
EINWEIHUNG - Prof. Paul Chaim Eisenberg, Oberrabbiner von Österreich
MUSIKALISCHE UMRAHMUNG - Nikolaus Walch, Mitglied des Orchesters des Tiroler Landestheaters
16:00 Friedhof Judenbühel

So, 12.07.2009   -17.07.2009 „Gespräch im Gebirg. Jüdische Begegnungen mit den Alpen“ - Europäische Sommeruniversität für Jüdische Studien der Universitäten München, Salzburg und Basel
Im Jahr 2009 findet erstmals die Europäische Sommeruniversität für Jüdische Studien in Hohenems statt.
Ein Teil der Vorlesungen und Abendvorträge ist für das interessierte Publikum öffentlich und erlaubt Einblicke in den neuesten Forschungsstand.
Damit schlägt das Jüdische Museum eine Brücke zwischen den Jüdischen Studien an den Universitäten in Österreich, Deutschland und der Schweiz und den Menschen in der Region, die das Jüdische Museum Hohenems seit vielen Jahren entwickelt und weiter getragen haben.
Das Thema der ersten Sommeruniversität nimmt die geographische Nähe der drei Universitäten am Alpenrand auf und bezieht sich auf die parallel am Jüdischen Museum Hohenems laufende Ausstellung "Hast Du meine Alpen gesehen?“ Eine jüdische Beziehungsgeschichte.
Eine Veranstaltung des Historischen Seminars – Lehrstuhl für Jüdische Geschichte und Kultur der Ludwig-Maximilians-Universität München, des Zentrums für Jüdische Kulturgeschichte der Universität Salzburg und des Instituts für Jüdische Studien der Universität Basel, in Zusammenarbeit mit dem Jüdischen Museum Hohenems.
Öffentliche Vorträge im Rahmen der Sommeruniversität:
Sonntag, 12. Juli 2009
14.00 – 15.30: Michael Brenner (Universität München) - Jüdische Holocaust Überlebende (Vorlesung)
19.30 – 21.30: Gerhard Langer (Universität Salzburg) - Der Berg in der Bibel und der jüdischen Tradition (Vorlesung mit Filmausschnitten)
Montag, 13. Juli 2009
19.30 – 21.30: Detlev Claussen (Universität Hannover)- Adorno und Celan in Sils Maria: (kein) Gespräch im Gebirge (Vortrag)(anschließend) FILM: GESPRÄCH IM GEBIRG. BERICHT EINES LESERS - Matthias Caduff, Schweiz 2000
Dienstag, 14. Juli 2009
19.30 – 21.30: Nicholas Mailänder (München) - Bewundert, geduldet, ausgegrenzt - die Juden im Alpenverein zwischen 1918 und 1939 (Vortrag)
Mittwoch, 15. Juli 2009
16.00 – 17.30: Ursula Zeller (Zürich) - The Jewish Alps – eine literarische Wanderung durch die Catskills in New York (Vortrag)
19.30 – 21.30: Gerhard Milchram (Jüdisches Museum Wien) - Konrad Mautner und Eugenie Goldstern: Identitätsstiftung in den Alpen oder universale Ethnologie (Vortrag)
Donnerstag, 16. Juli 2009
14.00 – 15.30: Eva Haverkamp (Universität München) - Juden in den Alpen und über die Alpen während des Mittelalters (Vorlesung)
Freitag, 17. Juli 2009
11.00 – 12.30: Bettina Spoerri (Zürich) - Koscherer Tourismus in den Alpen
vom Victoria bis zum Edelweiss
alle Salomon Sulzer Saal, Schweizer Straße 21, 6845 Hohenems

Sa, 11.07.2009   "Aktuelles aus Israel - biblisch betrachtet"
Vortrag von Doron Schneider
Als Kind von Deutschland in Israel eingewandert, Militärdienst bei der Marine, Arbeit für Nachrichtenagenturen, verheiratet und Vater von 4 Kindern. Seit 2000 Mitarbeiter der Internationalen Christlichen Botschaft Jerusalem. Als profunder Kenner sowohl der politischen und gesellschaftlichen Lage als auch der Heiligen Schrift vermag er einen tiefen Einblick in die derzeitige Problematik zu geben, immer mit lebendig erzählten Erlebnissen gespickt.
Eine verabnstaltung von "Christlich Israelfreunde Österreichs" in Zusammenarbeit mit ICEJ, Internationale Christliche Botschaft Jerusalem
20:00 NOVUM, Josef Wilbergerstr. 9, 6020 Innsbruck

Di, 07.07.2009   "Kibbutz Dance Company" (Israel)- Tanzsommer Innsbruck
Upon reaching the Sun“ erzählt die symbolische Reise einer Frau auf der Suche nach der Sonne.
Neben den unvermeidlichen Enttäuschungen auf diesem Weg stehen die großartigen Bilder von Hoffnung, die Rami Be’er entwirft – ein Wirbel aus visuellen Sequenzen und Effekten, Objekten, höchst unterschiedlichen szenischen Elementen.
Eine immer wieder überraschende, exotische und genial ausdrucksstarke Choreographie. Die Kibbutz Dance Company, deren Tänzer und Tänzerinnen auch heute noch im Kibbutz Ga'aton leben, proben und arbeiten, starteten von Israel aus einen künstlerischen Siegeszug um die ganze Welt. Die größten Festivals bemühen sich oft Jahre, um die Kompanie zu verpflichten. Dem TANZSOMMER ist es gelungen, die Kompanie für zumindest einen Abend nach Innsbruck zu bringen.
Eine Veranstaltung des TANZSOMMER Innsbruck, Burggraben 3, 6020 Innsbruck
Karten- und Infohotline: ++43 (0) 512 561 561
Tanzsommerbüro (keine Kartenreservierungen): ++43 (0) 512 577 677
20:30 Dogana, Innsburck

Di, 30.06.2009   "Soma Morgenstern" im Portrait - Vortrag und Lesung
von Christoph W. Bauer aus der Reihe "Jüdische Lebenswelten"
Soma Morgenstern wurde am 3. Mai 1890 in einem ostgalizischen Dorf bei Tarnopol am Sereth als jüngstes von 5 Kindern geboren.
1912 nahm er das Jurastudium an der Wiener Universität auf, welches er nach der Unterbrechung durch den Kriegsdienst an der Ost- und Südostfront 1921 beendete.
In der Hoffnung, sein Leben als Theaterkritiker bestreiten zu können, übersiedelte er Mitte der zwanziger Jahre nach Berlin, wo er 1927 eine Stelle bei der Frankfurter Zeitung erhielt. Durch die Arier-Bestimmung des NS-Schriftleitergesetzes verlor Morgenstern seine Stelle und floh nach Paris ins Exil. Bei Kriegsbeginn wurde er verhaftet und interniert, konnte aber nach Südfrankreich entkommen und sich schließlich über Marseille, Casablanca und Lissabon nach New York retten.
Am 17. April 1976 ist Soma Morgenstern in New York gestorben.
C. W. Bauer porträtiert an diesem Abend den Autor und wird aus folgenden Werken lesen: Alban Berg und seine Isolde, Joseph Roths Flucht und Ende, In einer anderen Zeit und Der Tod ist ein Flop.
Eine Veranstaltung des Literaturhauses.
20:00 Literaturhaus am Inn, Josef-Hirn-Str. 5, A-6020 Innsbruck

Do, 28.05.2009   "Andreas Feininger, That´s Photography" - Fotoausstellung
„Ein Fotograf sollte dem Betrachter mehr zeigen, als er in der Wirklichkeit sieht“, war das Motto von Andreas Feininger (1906-1999), einem der renommiertesten Fotokünstler des 20. Jahrhunderts. Feiningers Ansichten von New York zählen heute zu den Klassikern der Fotogeschichte und haben unser New York-Bild maßgeblich geprägt. Andreas Feininger – Sohn des Malers Lyonel Feininger –arbeitete ab 1943 in New York für das berühmte Life-Magazin.
Aufgrund seines Architekturstudiums am Bauhaus in Weimar, besaß er einen geschärften Blick für Räume, Baukörper und deren Struktur sowie für das Licht.
Er war ein fotografischer Formensucher, zwei große Themenkomplexe, Architektur und Natur, bestimmen sein Werk: Er widmete sich der Detailstudie eines Libellenflügels mit der gleichen Begeisterung wie der Union Station von Chicago oder der Skyline von Manhattan.
Andreas Feininger, der „Tüftler mit der Kamera“, ist auch einer der wichtigsten Pioniere der Fototechnik des 20. Jahrhunderts.
Seine Bilder überzeugen aber nicht nur mit technischer Brillanz und mit perfekten Kompositionen, es sind Lichtbilder von schwindelnder Schönheit.
weiter Informationen siehe auch:
http://www.buchsteinerartmanagement.de
Dauer der Ausstellung 28.Mai bis 01. August 2009
Öffnungszeiten: Mo-Fr 11-18 Uhr, Sa 11-15 Uhr
Eine Veranstaltung des
FO.KU.S, Foto Kunst Stadtforum, 6020 Innsbruck (BTV Ecke Erlerstraße/Gilmstraße)

Di, 28.04.2009   "Bruno Schulz" im Portrait, aus der Reihe "Jüdische Lebenswelten"
Vortrag und Lesung von Christoph W. Bauer, Gespräch mit Doreen Daume
Bruno Schulz, geboren 1892 als Sohn eines jüdischen Tuchhändlers im galizischen Drohobycz, studierte Architektur und verdiente seinen Lebensunterhalt als Kunstlehrer an einem Gymnasium seiner Heimatstadt. 1942 wurde er auf offener Straße von einem GestapoMann erschossen. Mit seinem durch Sprachbilder bestechenden Roman Die Zimtläden wurde Schulz 1934 auf einen Schlag berühmt. Der Roman, einer der großen Kindheitsgeschichten des 20. Jahrhunderts, erzählt von der versunkenen Welt des Schtetls in Galizien.
C. W. Bauer porträtiert an diesem Abend den Autor, liest aus seinen Werken und spricht mit der Übersetzerin Doreen Daume, die für die Neuübersetzung der Zimtläden mit dem renommierten Zuger Übersetzungsstipendium ausgezeichnet wurde.
Eine Veranstaltung des Literaturhauses
20:00 Literaturhaus am Inn, Josef-Hirn-Str. 5, A-6020 Innsbruck, Tel: 0512-507/4514

So, 26.04.2009   "Hast Du meine Alpen gesehen?" Eine jüdische Beziehungsgeschichte ... Festakt zur Ausstellungseröffnung
Eine Ausstellung des Jüdischen Museums Hohenems und des Jüdischen Museums Wien in Kooperation mit dem Österreichischen Alpenverein
Eröffnung - Sonntag, 26. April 2009, um 11 Uhr
Festakt im Salomon Sulzer Saal, Schweizer Str. 21, 6845 Hohenems
Grußworte: Markus Wallner, Landesstatthalter, Richard Amann, Bürgermeister
Eröffnungsrede: Robert Schindel, Wien
Einführung in die Ausstellung: Gerhard Milchram, Jüdisches Museum Wien, Hanno Loewy, Jüdisches Museum Hohenems
Das Jüdische Museum Hohenems und das Jüdische Museum Wien laden zu einer Neuentdeckung der Geschichte des Alpinismus ein. Gemeinsam mit dem österreichischen Alpenverein und in Kooperation mit dem Kunstmuseum Liechtenstein werden wir 2009 über die jüdische Liebe zu den Alpen nachdenken.
Die Ausstellung „Hast Du meine Alpen gesehen? Eine jüdische Beziehungsgeschichte rückt die Bedeutung jüdischer Bergsteiger und Künstler, Tourismuspioniere und Intellektueller, Forscher und Sammler und ihre Rolle bei der Entdeckung und Erschließung der Alpen als universelles Kultur- und Naturerbe zum ersten Male ins Rampenlicht. Die Wahrnehmung der Berge als Ort geistiger und sinnlicher Erfahrung, sie ist mit der jüdischen Erfahrung und dem Eintritt der Juden in die bürgerliche Gesellschaft Europas auf vielfältige Weise verbunden.
Seit Moses, dem „ersten“ Bergsteiger der Geschichte, haben Juden an der Schwelle von Himmel und Erde, von Natur und Geist nach spirituellen Erfahrungen und den Gesetzen und Grenzen der Vernunft gesucht.
In sieben Kapiteln wird die Ausstellung von Spannungsfeldern des Alpinismus erzählen:
- von der Bedeutung der Alpen für die jüdische Diaspora bis zur Wahrnehmung des jüdischen Alpinismus durch die österreichische, deutsche und schweizerische Gesellschaft,
- vom Streit über die Trachten bis zur Arisierung des Alpenvereins und des Österreichischen Skiverbandes,
- vom Widerstreit zwischen einer humanistischen Wahrnehmung alpiner Traditionen und Folklore und einer ins Extrem gesteigerten rassistischen Heimattümelei,
- von der Verwandlung der Berge als Ort spiritueller Erfahrung in einen Schauplatz von Verfolgung und Flucht im Nationalsozialismus.
Jüdisches Museum Hohenems: 26. April bis 4. Oktober 2009
Umfangreiches Begleitprogramm: http://www.jm-hohenems.at/index.php?lang=0&id=3020
11:00 Salomon Sulzer Saal, Schweizer Straße 21, 6845 Hohenems

Di, 07.04.2009   "Primo Levi und die Evolutionäre Erkenntnistheorie" - Vortrag
Referentin: Dr. Sylvia Tschörner
Der in der italienischen Beliebtheitsskala der Literaten an vierter Stelle stehende Primo Levi (1921-1987) war ursprünglich Chemiker und wurde zum Schriftsteller, weil er seine Auschwitz-Erfahrungen (/Ist das ein Mensch/) anderen Menschen zugänglich machen wollte. In der Folge entfernte er sich vom autobiographischem Schreiben. Höhepunkte seines Schaffens sind der Partisanen-Roman /Wann, wenn nicht jetzt?/ Essays und bezaubernde, phantastische Kurzgeschichten (/Der Freund des Menschen, Das Maß der Schönheit/), für die meist philosophische oder naturwissenschaftliche Hypothesen den Anstoß gaben. Ihnen zugrunde liegt das Weltbild der evolutionären Erkenntnistheorie, die ursprünglich von österreichischen Forschern wie Konrad Lorenz, Rupert Riedl oder dem Innsbrucker Wolfgang Stegmüller entwickelt wurde. Levis Vorgangsweise wird anhand von Textpassagen demonstriert.
19:00 Spiegelsaal des Palais Pfeiffersberg, Sillgasse 8/II. 6020 Innsbruck

Do, 02.04.2009   "HÄNDEL-HAYDN-MENDELSSOHN" - Buchpräsentationen
Jutta Höpfel und Günter Lieder stellen die aktuellen Musikbücher vor:
Michael Wersin - Händel & Co - Die Musik der Barockzeit
Hans-Josef Irmen - Josef Haydn - Leben und Werk
R. Larry Todd - Felix Mendelssohn Bartholdy - Sein leben Seine Musik
19:00 Buchhandlung Wiederin, Sparkassenplatz 4, Innsbruck

Di, 31.03.2009   "Der Mann auf dem Balkon" - Film und Gespräch
Prof. Rudolf Gelbard, geboren 1930, Journalist, erlebte die Verfolgung der Juden am eigenen Leib. 1942 mit den Eltern ins KZ Theresienstadt deportiert, überlebte er nur ganz knapp das Grauen des Lagers. Der Film „Der Mann auf dem Balkon“ schildert Gelbards Jugend und begleitet ihn auf einer Fahrt in die Gedenkstätte des KZ Theresienstadt. Buch „Die dunklen Seiten des Planeten“, von Walter Kohl. Der Autor hat die Lebensgeschichte des Zeitzeugen aufgezeichnet.
Eine Veranstaltung vom Bund Sozialdemokratischer FreiheitskämpferInnen, RennerInstitut, ÖGJ und aks
Moderation: Horst Schreiber
Anmeldungen direkt an office@leokino.at oder Tel. 0512-560470
10:00 Leokino, Innsbruck

Di, 31.03.2009   "Entgrenzung I Sehnucht" - Aktion gegen den Krieg
An die zahlreichen Kriege des 20. Jahrhunderts und deren Grausamkeit bis heute erinnert die 22tägige Aktion:
22 Cellisten spielen jeweils um 15 Uhr an verschiedenen Orten.
Chellist: Julian Walkner
http://www.osterfestival.at
15:00 Synagoge, Sillgasse 15, 6020 Innsbruck

Do, 26.03.2009   "Temporäres Denkmal. Prozesse der Erinnerung" - Ausstellungseröffnung, Buchpräsentation, Podiumsdiskussion
Andrea Sommerauer, Franz Wassermann
Das "Temporäre Denkmal" setzt den Opfern der NS-Euthanasie ein Erinnerungszeichen: Jenen 360 Frauen, Männern und Kindern, die zwischen 1940 und 1942 aus der damaligen "Heil- und Pflegeanstalt für Geistes- und Nervenkranke" in Hall in Tirol nach Hartheim bzw. Niedernhart deportiert und dort ermordet worden sind. Seit dem erstmaligen erscheinen des Buches haben sich die „Prozesse der Erinnerung“ vielfältig entwickelt: neue Denkmäler entstanden, Biografien und Erinnerungsstücke von deportierten und ermordeten Menschen wurden gesammelt.
Dieses Fortleben des Gedenkens und Aufarbeitens ist in dieser erweiterten Neuausgabe umfassend dokumentiert und dargestellt
Begrüßung: Günther Dankl (Kurator)
Moderation: Andrea Sommerauer und Franz Wassermann
Podiumsdiskussion mit Maria Bacher, Markus Neuwirth, Peter Rauchegger. Alle drei haben in unterschiedlichen Rollen zum Gelingen der „Prozesse der Erinnerung“ beigetragen.
18:00 Bibliothek des Landesmuseum Ferdinandeum, Museumstrasse 15, 6020 Innsbruck

Mi, 18.03.2009   "Selbstbeschreibung" - Buchpräsentation und Lesung
von Georg Stefan Troller
Der 1921 in Wien geborene und 1938 emigrierte Autor Georg Stefan Troller stellt seine Autobiografie eines bewegten Lebens vor. Seine Mischung aus introvertierter Zurückhaltung und mutiger Aggression, sprachlichem Schliff und untrüglichem Gespür für das Besondere an Menschen und Ereignissen, wurde mit zahlreichen nationalen und internationalen Preisen ausgezeichnet. Seine Autobiographie, die von Axel Corti unter dem Titel "Wohin und Zurück" verfilmt wurde, war international erfolgreich.Die Freundschaft mit dem 1993 verstorbenen österreichischen Meisterregisseur führte zu Höhepunkten im Schaffen von beiden Journalisten.1975 schrieb Troller das Drehbuch für den von Corti realisierten Fernsehfilm "Ein junger Mann aus dem Innviertel - Adolf Hitler". 1978 folgte "Der junge Freud" und in den Achtziger Jahren schließlich einer der größten Erfolge des österreichischen Films, die TV-Trilogie "Wohin und zurück". Gerühmt wurde Troller vor allem für seine einzigartige Filmsprache, in der sich scharfe Beobachtung mit Sensibilität für Menschen auf faszinierende Weise mischen.
Eintritt frei
Eine Veranstaltung in Zusammenarbeit von P.E.N.-Clubs, Turmbund und der Israelitischen Kultusgemeinde für Tirol und Vorarlberg.
19:00 Buchhandlung Wiederin, Sparkassenplatz 4, Innsbruck

Di, 17.03.2009   "Das heutige Judentum: Geschichte, Alltagsleben und Theologie der verschiedenen Strömungen" - Vortrag
von Rabbiner Prof. Dr. Michael Leipziger (Berlin und Sao Paulo)
Das Judentum hat viele Gesichter. Modernes Judentum stellt sich schon lange nicht mehr als Einheitsreligion , sondern als lebendige Vielfalt geistiger und gesellschaftlicher Strömungen dar. Der Referent spürt den Wuzeln, der Entwicklung, dem konkreten Alltagsleben und der Theologie des progressiven wie des orthodoxen Judentums mit all ihren differenzierenden Richtungen nach.
Eine Veranstaltung von: Tiroler Komitee für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit, Katholisch-Theologische Fakultät und Katholisches Bildungswerk Tirol
20:15 Theologische Fakultät, HS 1, Karl-Rahner-Platz 1, 6020 Innsbruck

Fr, 30.01.2009   "60 Jahre Staat Israel - Chancen für einen Frieden in Nahost" - Vortragsabend
Johannes Gerloff - hält 2 Vorträge zum Thema aus verschiedenen Perspektiven und gibt auch Gelegenheit zu Fragen
Urs Käsermann - stellt die Operation Exodus von Ebenezer vor: Hilfe zur Rückkehr von Juden von den Enden der Erde
Eine Veranstaltung der Christlichen Israelfreunde Österreichs, Lehrdienst über Israel aus historischer und biblischer Sicht
Eintritt: Freiwillige Spenden
17:00 NOVUM, Josef Wilberger Straße 9, 6020 Innsbruck

Mi, 28.01.2009   »Es ist besser, nicht zuviel um sich zu schauen … « Das Arbeitserziehungslager Innsbruck Reichenau von 1941 bis 1945 - Filmpräsentation
In dem Dokumentarfilm von Johannes Breit berichten ehemalige Häftlinge des als Auffanglanger für italienische Arbeiter, als Arbeitserziehungslager und als Haftlager der Gestapo Innsbruck genutzten Lagers in der Reichenau über ihre Haft in Innsbruck. Für den im Zeitraum von April 2006 bis Jänner 2008 gedrehten Film hat Johannes Breit Kontakt mit ehemaligen Häftlingen in Polen, der Ukraine, Weissrussland, Italien, Deutschland, Österreich, Frankreich und in Slowenien aufgenommen. Einige von ihnen waren bereit, vor der Kamera über ihre Haft, ihre Lebensbedin-gungen im Widerstand oder als jugendliche Zwangsarbeiter, über die Umstände ihrer Verhaftung und das Leben im Lage zu berichten.
18:00 Tiroler Landesarchiv, Michael-Gaismayr-Straße 1, 6020 Innsbruck

Di, 27.01.2009   "Ti racconto la mia storia"-Buchpräsentation und Lesung
von Tullia Zevi, Autorin und seit 1983 Präsidentin der Union der jüdischen Gemeinden Italiens

Der Tag der Befreiung des KZ Auschwitz am 27. Jänner 1945 wurde von der UN-Generalversammlung zum "Internationalen Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust" bestimmt.
Unter dem Titel "Ti racconto la mia storia" (Ich erzähle dir meine Geschichte) hat Tullia Zevi einen berührenden Dialog zwischen Großmutter und Enkelin verfasst der vorgestellt wird (mit deutscher Übersetzung)
Eine Veranstaltung des Italienische Kulturinstitut in Zusammenarbeit mit der Israelitischen Kultusgemeinde und dem Tiroler PEN-Club und dem Italien-Zentrum
Eintritt frei
19:00 Theologischen Fakultät, Seminarraum 1, Karl Rahner-Platz 1 (links neben der Jesuitenkirche)

So, 18.01.2009   "Literarische Matinee im Salomon-Sulzer-Saal"
Zsusannah Gahse aus der Schweiz, Anna Mitgutsch aus Linz, Doron Rabinovici aus Wien und Zafer Senocak aus Berlin lesen – anlässlich der Jurysitzung des Hohenemser Literaturpreises – Prosa aus Ihren Werken: Texte die ein erstes Schlaglicht auf den inhaltlichen Schwerpunkt des Hohenemser Literaturpreises werfen.
Im Juni 2009 wird von der Stadt Hohenems und der Hohenemser Lesegesellschaft zum ersten Mal der Hohenemser Literaturpreis für deutschsprachige Autoren nicht-deutscher Muttersprache verliehen. Mit einer Lesung von Mitgliedern der Jury feiern wir den Auftakt dieses ersten internationalen Literaturwettbewerbs, der Autoren ehren wird, deren literarische Arbeit durch die Erfahrung von Migration und Mehrsprachigkeit geprägt wurde.
Anmeldung: office@jm-hohenems.at, Tel. 05576 73989 0
Eintritt: Euro 9,-/7,-

11:00 Salomon Sulzer Saal, Schweizer Str. 21, 6845 Hohenems

Mi, 14.01.2009   "In der Gegenwart der Vergangenheit-Fotografien von Erinnerungsorten" - Vortrag mit Lichtbildern
von Arno Gisinger.
Der Ursprung der Gedächtniskunst liegt in der Topografie. Durch die Erfindung der Fotografie gelang es, mentale Erinnerungsbilder durch reale Abbilder zu ersetzen. Doch was geschieht, wenn wir uns heute mit der Kamera Erinnerungsorten nähern, deren Spuren aus der Vergangenheit fast gänzlich entschwunden sind? Im Kontext der Ausstellung Gedächtnisorte Vorarlberg beschreibt Arno Gisinger anhand von Beispielen aus der aktuellen Fotokunst das Verhältnis der Fotografie zu Geschichte, Erinnerung und Vergessen.
Anmeldung: office@jm-hohenems.at, Tel. 05576 73989 0
Eintritt: Euro 7,-/4,-

19:00 Jüdisches Museum Hohenems

Fr, 05.12.2008   "Hohenems – Grenze und Flucht" - Exkursion
Geführt von Jörg Krummenacher
Etwa 3 000 Juden aus Wien gelang es 1938 und 1939, ihr Leben durch die Flucht über Vorarlberg in die Schweiz zu retten. Die Fluchtroute führte ab Sommer 1938 zumeist über den Alten Rhein bei Hohenems und Lustenau. Fluchthelfer auf beiden Seiten, vom St. Galler Polizeikommendanten Grüninger bis zu Schmugglern in den Grenzorten, halfen dabei, auch wenn sie sich selbst gefährdeten. In Diepoldsau ließ Grüninger ein Flüchtlingslager einrichten.
Gemeinsam werden die Fluchtroute in Hohenems – vom Gasthaus Habsburg und vom Bahnhof – zur Grenze und über den Alten Rhein nach Diepoldsau gegangen. Interviews mit Fluchthelfern und Flüchtlingen werden dabei begleiten.
maximal 30 Teilnehmer: Anmeldung erforderlich!
Anmeldung: office@jm-hohenems.at, Tel. 05576 73989 0
Teilnahmebeitrag: 8 Euro (ermäßigt 5 Euro)
14:00 Treffpunkt beim Jüdischen Museum Hohenems

Mi, 12.11.2008   "Grüningers Fall" - Film
Ein Film von Richard Dindo, Drehbuch Stefan Keller, Schweiz 1997
anschließend Gespräch mit Ruth Roduner-Grüninger, Heerbrugg
Richard Dindos Dokumentarfilm versammelt Zeitzeugen in jenem Gerichtssaal wieder, in dem 1940 Paul Grüninger verturteilt wurde - und rollt den »Fall Grüninger« wieder auf. 1939 war der St. Galler Polizeikommandant von den Schweizer Behörden »unehrenhaft« aus dem Dienst geworfen worden. Er hatte tausenden von jüdischen Flüchtlingen, vor allem aus Wien, gegen die offizielle Schweizer Politik bei ihrer Flucht in die Schweiz geholfen. Seine Tochter Ruth Roduner-Grüninger, geboren 1921, hat die Kriegszeit noch lebendig in Erinnerung. Gemeinsam mit Stefan Keller, der mit seinem Buch zur Rehabilitierung Grüningers entscheidend beigetragen hat, gründete sie die Paul Grüninger Stiftung, die heute Menschen für besondere Akte der Zivilcourage ehrt.
19:00 Metro Kino, Rheinstr. 25, 6900 Bregenz

So, 09.11.2008   "70 Jahre Pogromnacht" - Gedenkveranstaltung
BEGRÜSSUNG
Dr. Esther Fritsch - Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde
Prof. Dr. Andreas Vonach - Tiroler Komitee für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit
GRUSSWORTE UND ANSPRACHEN
Bürgermeisterin Hilde Zach - Stadt Innsbruck
Landeshauptmann Günter Platter - Land Tirol
FESTREDE
Altbischof Dr. Reinhold Stecher
Günter Lieder liest „Texte zur Pogromnacht 9./10. November 1938“
MUSIK
„Ghettolieder“
Debra Fernandes (Sopran)
Rosemary Jarvis (Klavier)
Roman Grinberg (Gesang und Klavier)
19:15 Kaiser-Leopold-Saal, Karl-Rahner-Platz 3, 6020 Innsbruck

So, 09.11.2008   "70 Jahre danach" - Pogromgedenken
Gedenken an die traurigen und entsetzlichen Ereignisse in dieser Nacht vor 70 Jahren
Gedenkrede: Niko Hofinger Zeitgeschichtler
Hermann Riffeser und Partner musikalische Umrahmung
anschließend: Schweigemarsch über Franz-Fischer-Straße, Speckbacherstraße, Maximilianstraße, Salurner Straße zum Kaddisch der israelitischen Kultusgemeinde beim Mahnmal am Landhausplatz
Veranstalter: Gedenkveranstaltung von JUSOS, VSStÖ, aks, ÖGJ, FreiheitskämpferInnen und Renner Institut Tirol
17:00 Jüdischer Friedhof im Städtischen Westfriedhof

So, 09.11.2008   "70 Jahre Novemberpogrom" - Pax Christi Gedenkweg
Pax Christi möchte auf einem besinnlichen Gang durch die Stadt der Menschen gedenken, die in Tirol die ersten Opfer des ausgrenzenden Rassismus und der skrupellosen Volksverhetzung durch die NS-Ideologie wurden. Wir suchen Orte auf, wo sie lebten und wo sie misshandelt und ermordet wurden, aber auch Orte, die Brennpunkte der Täterschaft waren.
Ablauf
16.15 Uhr: Treffpunkt: Claudiaplatz, Haltestelle Linie 1 Richtung Kettenbrücke
Stationen: Gänsbacherstraße 4/5, Sillgasse Synagoge, Bürgerstraße 10 (SA-Standartenheim), Anichstraße 17, Mahnmal am Landhausplatz
18.00 Uhr: Teilnahme am Kaddish bei der Menorah
16:15 Innsbruck

So, 09.11.2008   "Einweihung des Mahnmals"
Zum Gedenken an die im März 1938 ausgegrenzten und vertriebenen ProfessorInnen, ÄrztInnen und StudentInnen der Medizinischen Fakultät Innsbruck errichten die Medizinische Universität Innsbruck und die Tilak ein Mahnmal am Gelände der Universitätskliniken.
BEGRÜSSUNG
DDr. Herwig van Staa, Landtagspräsident
Univ. Prof. Dr. Manfred P. Dierich, Rektor-Stellvertreter der Medizinischen Universität Innsbruck
Mag. Andreas Steiner, Vorstandsdirektor der Tiroler Landeskrankenanstalten
Univ. Prof. Dr. Gabriele Fischer, Vorsitzende des Universitätsrats
Dr. Esther Fritsch, Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde für Tirol und Vorarlberg
ANSPRACHE
Prof. Ari Rath, Chefredakteur a.D. der Jerusalem Post
EINWEIHUNG
Prof. Paul Chaim Eisenberg, Oberrabbiner von Österreich
Msgr. Prof. Bernhard Hippler, Universitätspfarrer
In Anwesenheit der Künstlerin Dvora Barzilai
11:00 Rasenfläche an der Südseite der Hautklinik

So, 09.11.2008   "70 Jahre nach dem Novemberpogrom: Erinnerungen von Zeitzeuginnen"
Zeitzeuginnen im Gespräch
Elisabeth Scheiderbauer und Helga Feldner-Busztin im Gespräch mit Albert Lichtblau, Universität Salzburg, über den 9. November 1938 in Wien und über das Lager Theresienstadt.
In der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 zerstörten die Nationalsozialisten jüdische Einrichtungen und Synagogen, sie verhafteten tausende Juden und ermordeten zahlreiche Menschen. Diese Ausschreitungen markieren auch den Beginn der Zerstörung jüdischen Lebens in Österreich. Im Lager Theresienstadt waren zwischen 1941 und 1945 141.000 Juden interniert, von denen die meisten umkamen. Von den dort inhaftierten 17.500 österreichischen Juden starben mehr als 6.000 im Lager, 7.500 wurden in andere Lager verbracht, wo die meisten ermordet wurden. Zu den Toten zählen auch die Familie Elkan, Sophie Steingraber und Clara Heimann-Rosenthal - sie hatte im heutigen Jüdischen Museum Hohenems gewohnt. Elisabeth Scheiderbauer und Helga Feldner-Busztin kamen als Kinder mit ihrer Mutter aus Wien ins Lager Theresienstadt, das alle drei überleben konnten.
siehe auch http://www.erinnern.at
18:00 Salomon Sulzer Saal, Schweizer Str. 21, 6845 Hohenems

Do, 06.11.2008   "Timna Brauer & Elias Meiri - Ensemble" - Benefizkonzert
mit dem Programm „Songs from Jerusalem - Der Liederschatz aus Jerusalem“
Eine Veranstaltung des LIONS CLUB JENBACH – ACHENSEE!
20:00 Veranstaltungszentrum Jenbach, Achenseestr. 50, 6200 Jenbach

Do, 06.11.2008   "Graubart Boulevard" - Lesung ud Präsentation
mit Christoph W. Bauer
Eine literarische Spurensuche durch die Opfer- und Tätergeschichten der NS-Zeit: Schnörkellos und packend. Innsbruck, November 1938: Der jüdische Kaufmann Richard Graubart wird in seinem Haus von einem Rollkommando der SS ermordet. Seine Familie wird nach Wien ausgewiesen, von dort wird ihr – wie Graubarts Bruder Siegfried, einem führenden Mitglied der zionistischen Bewegung – die Flucht ins Exil gelingen.
Auf der anderen Seite: Ein Innsbrucker Hoteliersohn und Schilehrer, als SS-Hauptsturmführer einer der Täter. Nach dem Zusammenbruch des Dritten Reichs vor Gericht gestellt, flieht er ins Ausland. 1959 kehrt er nach Österreich zurück und wird nach nur zweijähriger Haft als freier Mann entlassen.
19:30 ÖGB-Haus, Südtiroler Platz 14-16, 6020 Innsbruck

Sa, 25.10.2008   "Marc Chagall und die Mythern der Bibel" - Video-Präsentation
Marc Chagalls Symbolsprache in Bildern. In einer Video-Präsentation von über 50 Gemälden Chagalls erläutern Univ.-Doz. Friso D. Heyt, Kultursoziologe Universität Amsterdam, und Dr. Hanna Molden, freie Schriftstellerin und Journalistin, Alpbach, die reiche Formen- und Symbolsprache des berühmten französisch-russischen Malers.
Eintritt: freiwillige Spenden.
Kartenreservierung 0664.8547019 und über die Website http://www.malerwinkel-rattenberg.com
20:00 Veranstaltungszentrum Malerwinkel, Pfarrgasse 92-93, 6240 Rattenberg

Sa, 18.10.2008   "Anatevka" - Musical von Jerry Bock - Premiere
Das Stück spielt im jüdischen Schtetl "Anatevka" im zaristischen Russland Anfang des 20. Jahrhunderts.
Im Mittelpunkt steht der jüdische Milchmann Tevje, seine Frau Golde und deren fünf Töchter.
Die sollen eine gute Partie machen, glücklich werden und natürlich jüdisch heiraten.
Doch leider haben die jungen Frauen eigene Vorstellungen von ihrem Leben.
Die Judenverfolgung und die Pogrome zwingen schließlich die ganze jüdische Gemeinde, Anatevka zu verlassen und auszuwandern.
Mehr Informationen: http://www.mtvo.at
20:00 Kulturbühne AMBACH Götzis/Vorarlberg

Sa, 18.10.2008   "Silvretta - Nationalsozialismus und Zwangsarbeit" - Exkursion
Geführt von Andreas Rudigier und Harald Walser
Die NS-Zeit hat Vorarlberg wirtschaftlich so stark verändert wie kaum eine andere Region Österreichs. Dafür brauchte es tausende ausländische Arbeitskräfte, die meist als Kriegsgefangene oder als Zwangsarbeiter ins Land geholt wurden. Auf der Fahrt ins Montafon soll auf ihre vielfach vergessene Leidensgeschichte in Vorarlberg eingegangen werden.
maximal 40 Teilnehmer: Anmeldung erforderlich!
Anmeldung: office@jm-hohenems.at, Tel. 05576 73989 0
Abfahrt beim Jüdischen Museum
Teilnahmebeitrag: 15 Euro (ermäßigt 12 Euro)
10:00

Mi, 15.10.2008   "Die Bedeutung des Staates Israel für die Diaspora" - Vortrag
von Ari Rath (Jerusalem)
Der Begriff einer jüdischen Diaspora beinhaltet das Bestehen eines geistigen, kulturellen und politischen Zentrums, das eine gewisse Ausstrahlung auf die jeweils bestehende Diaspora ausüben soll. Die Erwartung der Staatsgründer, dass nach der Entstehung des Staates Israel aus den Ruinen der Shoah die Mehrheit des jüdischen Volkes, auch aus freien demokratischen Ländern, in die neue jüdische Heimat strömen wird, hat sich nicht erfüllt.
Ari Rath, 1925 in Wien geboren, nach dem "Anschluss" nach Palästina ausgewandert, war viele Jahre Chefredakteur der Jerusalem Post. Er ist bis heute ein streitbarer Verfechter einer friedlichen Koexistenz von Israelis und Palästinensern.
Eine Veranstaltung des Jüdischen Museums Hohenems und des Spielboden Dornbirn
Eintritt: Euro 7,-/4,-
20:30 Spielboden Dornbirn, Färbergasse 15, 6850 Dornbirn

Mi, 15.10.2008   „Nicht du trägst die Wurzel, sondern die Wurzel trägt dich“ - Vortrag
von Prof Dr. Andreas Vonach
Röm 9-11 und die paulinische Verhältnisbestimmung von Juden- und Christentum
Eine Veranstaltung des Tiroler Komitees für christlich-jüdische Zusammenarbeit!
20:00 Hörsaal 1 - Theologische Fakultät, Karl Rahner Platz 3, Erdgeschoss, 6020 Innsbruck

So, 12.10.2008   "HIER - Gedächtnisorte in Vorarlberg 38-45" - Ausstellungseröffnung
Fotografien von Sarah Schlatter
Hörstationen von Markus Barnay
Es sprechen:
Hannah Lessing, Nationalfonds der Republik Österreich
für Opfer des Nationalsozialismus, Wien
Hanno Loewy, Jüdisches Museum Hohenems
Sarah Schlatter, Künstlerin, Leipzig
Peter Niedermair, erinnern.at, Bregenz

Ausstellungsdauer: 12. Oktober 2008 bis 29. März 2009
11:00 Jüdisches Museum Hohenems, Villa Heimann-Rosenthal, SchweizerStrasse 5, 6845 Hohenems

Do, 25.09.2008   "Von Czernowitz bis Comologno" - Das Leben des Walther Rode
Rechtsanwalt, Pamphletist, Warner, Vergessener - Ein literarischer Streifzug
2007 erschien die Werkausgabe Walter Rode mit der Biografie in vier Bänden
Der Herausgeber der Werkausgabe und Autor der Rode-Biografie Dr. Gerd Baumgartner im Interview mit Harald Stockhammer.
19:00 Buchhandlung Wiederin, Sparkassenplatz 4, 6020 Innsbruck

Di, 16.09.2008   "Nazis auf der Flucht - Wie Kriegsverbrecher über Italien nach Übersee entkamen" - Buchpräsentation
von Dr. Gerald Steinacher,
Zahlreiche NS-Kriegsverbrecher, unter ihnen Josef Mengele, Adolf Eichmann und Erich Priebke, entzogen sich der drohenden Strafverfolgung nach dem Zusammenbruch des NS-Regimes durch Flucht nach Übersee. Als Fluchthelfer dienten vor allem internationale Organisationen wie das Rote Kreuz, das vielen ehemaligen Nationalsozialisten neue Identitäten beschaffte. Aber auch kirchliche Kreise spielten eine entscheidende Rolle bei der Flucht von Kriegsverbrechern nach Südamerika oder in arabische Staaten.
Präzise zeichnet Gerald Steinacher die Fluchtwege von NS-Tätern nach, insbesondere die von den US-amerikanischen Geheimdiensten als „Rattenlinie“ bezeichnete Fluchtroute über Südtirol nach Rom oder Genua und von dort weiter nach Übersee. Er hinterfragt die Beteiligung der katholischen, aber auch der evangelischen Kirche sowie humanitärer Organisationen und beschreibt die vielfältigen Beziehungsgeflechte, auf die ehemalige Nationalsozialisten auf ihrer Flucht zurückgreifen konnten. Der Band trägt so entscheidend dazu bei, eines der dunklen Kapitel der europäischen Nachkriegsgeschichte zu beleuchten.
http://www.steinacher.it
18:00 Tiroler Landesmuseum Ferdinandeum

Fr, 12.09.2008   "Kultur im Viertel - Das Jüdische Viertel als Kunst- und Kulturviertel" - Tag der offenen Tür
Der Kulturkreis Hohenems und die Musikschule Mittleres Rheintal, die Johann-August-Malin-Gesellschaft und die neue Buchhandlung Lesezeichen, das Atelier im Elkan-Haus, die neue Residenz Elkan-Garten und das Jüdische Museum Hohenems laden ein zum Tag der offenen Tür! Musikalische, künstlerische und literarische Überraschungen für Kinder, Erwachsene und Familien warten auf die Besucher. Kulinarische Angebote machen das Viertel zum großen Gastgarten. Im gesamten Jüdischen Viertel informieren Tafeln über die Geschichte wichtiger Häuser und deren Bewohner. Kostenlose Führungen im Museum und im Viertel ermuntern zu einem neuen Blick in die Geschichte von Hohenems – und auf unsere Gegenwart. Alle Teilnehmer haben ihre Häuser von 14-20 Uhr geöffnet und bieten freien Eintritt. Die Veranstaltung findet bei jeder Witterung statt.
Programm: >http://www.jm-hohenems.at/mat/KulturimViertel.pdf

14:00 Jüdisches Viertel Hohenems

Sa, 06.09.2008   Klangspuren 2008 - Eröffungskonzert
Schwerpunkt Israel/Paläsina
TIROLER SYMPHONIEORCHESTER INNSBRUCK-SYNERGY VOCALS, SAMIR MANSOUR-OUD, JOHANNES KALITZKE-DIRIGENT
Samir Odeh-Tamimi - Láma poím... für Orchester und Oud. Neue Fassung
Hossam Mahmoud, Herbert Grassl - Eingeklemmt für Orchester in 4 Gruppen, UA
Steve Reich - Tehillim for Orchestra and Voices
Das weitere Programm vom 6.9.-21.9.08 entnehmen Sie bitte: http://www.klangspuren.at
20:00 Tennishalle Schwaz | Alte Landstraße 1 | Schwaz

Sa, 26.07.2008   Avi Braun: „Colour Imagination" - Ausstellung
Technik: Acryl auf Papier
Die Bilder sind im Zeitraum 1/2008 bis 5/2008 entstanden
Vernissage: Samstag, 26. Juli 2008 um 10 Uhr
Einführende Worte: Thomas Lipschütz
Die Ausstellung kann Montag von 15.00-17.00 und Donnerstag von 10.00-12.00 Uhr besucht werden.

Weiter Bilder sind im Gemeindezentrum der Israelitischen Kultusgemeinde ausgestellt, Besichtigung nach telefonischer Voranmeldung
10:00 Verein Kraft für Leben, Speckbacherstraße 30, 6020 Innsbruck

Sa, 05.07.2008   Sommerfest
Das Jüdische Museum Hohenems feiert sein erstes erfolgreiches Jahr mit der neuen Dauerausstellung.
Pünktlich zum Beginn der Sommersaison erscheint der neue Museumskatalog "Heimat Diaspora. Das Jüdische Museum Hohenems", mit Beiträgen
von Michael Köhlmeier, Kurt Greussing, Monika Helfer, Eva Grabherr, Vladimir Vertlib und zahlreichen anderen hochkarätigen Autorinnen und Autoren.
Gefeiert wird außerdem die Eröffnung der ersten Sommerausstellung im Garten des Museums: Partikelgestöber - Pavel Schmidt. Skulpturen
Programm:
17-24 Uhr: Sommerfest im Garten des Jüdischen Museums, Musik mit dem Christof Waibel Jazz & Blues Trio, Hohenems mit Buffet
18 Uhr: Eröffnung der Sommerausstellung im Museumsgarten, Partikelgestöber - Pavel Schmidt. Skulpturen
19 Uhr: Vorstellung des neuen Museumskatalogs, Heimat Diaspora. Das Jüdische Museum Hohenems
17:00 im Garten Jüdisches Museum Hohenems, Villa Heimann-Rosenthal, SchweizerStrasse 5, 6845 Hohenems

Do, 19.06.2008   "Displaced Persons - Displaced Identities" - Vortrag
von Michael Brenner (Universität München
Die jüdischen Überlebenden als Streitobjekt der Nachkriegszeit in den alliierten Besatzungszonen in Deutschland und Österreich.
19:00 Jüdisches Museum Hohenems, Villa Heimann-Rosenthal, SchweizerStrasse 5, 6845 Hohenems

Do, 05.06.2008   60 Jahre Israel- Festakt
Begrüßung
Dr. Esther Fritsch, Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde
für Tirol und Vorarlberg
Grußworte und Ansprachen
Professor Paul Chaim Eisenberg, Oberrabbiner von Österreich
Excellenz Dan Ashbel, Botschafter des Staates Israel
Dr. Ariel Muzicant, Präsident der Israelitischen Religionsgesellschaft
Hilde Zach, Bürgermeisterin der Stadt Innsbruck
DDr Herwig van Staa, Landeshauptmann von Tirol
Günter Lieder liest aus: „Wenn ihr wollt, ist es kein Märchen“, von
Theodor Herzl
Festrede: Univ. Prof. Dr. Rolf Steininger, 60 Jahre Israel – ein Resumee
Musik:Debrah Fernandes (Sopran), Nikolaus Walch (Horn), Sumiko Tokushima Klavier), Angehörige des Landestheaters Innsbruck, Rami Langer (Klavier)
mit Oberrabbiner (Gesang)
Anschließend Buffet
16:00 Ursulinensäle am Marktplatz Innsbruck, Innrain 7

Fr, 30.05.2008   Ausstellung „Das sichtbare Unfassbare“ – Fotografien vom Konzentrationslager Mauthausen
Der öffentliche Blick auf Fotos von Mauthausen war lange Zeit so ritualisiert wie der Umgang mit dem Themenkomplex Konzentrationslager selbst. Die dominante „Pädagogik des Grauens“ erschwerte eine differenzierte Auseinandersetzung mit der Vergangenheit. Die Ausstellung „Das sichtbare Unfassbare“ will aber den Besuchern nicht primär die Schrecken eines KZ-Systems vor Augen führen, sondern Sehhilfen liefern, um die überlieferten Bilder im jeweiligen Entstehenszusammenhang neu wahrzunehmen. Wer hat fotografiert – die SS, die Befreier, Journalisten oder etwa gar befreite Häftlinge selbst? Was nahmen die Fotografen in den Fokus und aus welchem Grund? Welche Ausschnitte der Realität wurden gezielt ausgespart? – Diese Leitfragen begleiten den Besucher durch eine Schau, die rund 450 Bilder umfasst und aus fünf Ländern und zahlreichen Archiven und Privatsammlungen zusammengetragen wurden. Die Ausstellung macht nicht zuletzt deutlich, dass viele Fotos aus dem SS-Bestand nicht nur Zeugnisse von der Ohnmacht der Opfer sind, sondern auch ein Stück Widerstand repräsentieren, da sie von den Häftlingen gestohlen und in riskanten Manövern aus dem Lager geschmuggelt wurden.

Freitag, 30. Mai 2008, 19.30 Uhr (Eröffnung)
Die Ausstellung wird in der in der Zeit von 2. Juni bis 4. Juli 2008 jeweils Montag bis Freitag (9.00-18.00 Uhr) geöffnet sein, der Eintritt ist frei.
19:30 Theologischen Fakultät, Karl-Rahner-Platz 1/ 1. Stock - Kunstgang

So, 27.04.2008   "Diaspora und Judentum zu Beginn des 21. Jahrhunderts: Das Beispiel der Schweiz" - Vortrag
von Madeleine Dreyfus, Daniel Gerson (Universität Basel)
Polarisierung und Pluralisierung als Krisensymptom – zwischen Säkularisierung und Orthodoxie, Mischehen und Konversionen.
19:30 Jüdisches Museum Hohenems, Villa Heimann-Rosenthal, SchweizerStrasse 5, 6845 Hohenems

Do, 24.04.2008   "Diaspora" - Vortrag
Von der Rückkehr eines jüdischen Selbstbewusstseins (in Kooperation mit dem Spielboden Dornbirn)
19:30 Jüdisches Museum Hohenems, Villa Heimann-Rosenthal, SchweizerStrasse 5, 6845 Hohenems

Do, 27.03.2008   "Briefe nach Hohenems" - Vortrag
von Eva Grabherr (Dornbirn), Duygu Özkan (Wien)
Dichte Kommunikation, jüdische Bürgerlichkeit und Sprachkultur in translokalen Familienbeziehungen – Zeugnisse eines Integrationsprozesses an der Schwelle zum 19. Jahrhundert.
19:30 Jüdisches Museum Hohenems, Villa Heimann-Rosenthal, SchweizerStrasse 5, 6845 Hohenems

Do, 06.03.2008   "Ein Reform-Krimi zwischen Hohenems und Lemberg" - Vortrag
von Patrick Gleffe (Innsbruck)
Der Mord an Rabbiner Abraham Kohn 1848 und seine Vorgeschichte.
19:30 Jüdisches Museum Hohenems, Villa Heimann-Rosenthal, SchweizerStrasse 5, 6845 Hohenems

Mi, 27.02.2008   "Who called me a schnorrer?" - Vortrag
von Emile Schrijver (Amsterdam)
Jüdischer Humor - was ist das eigentlich?
Zehn klassische, meist osteuropäische Witze und ihre Analyse sind der Ausgangspunkt für Begegnungen mit amerikanisch-jüdischem und israelischem Humor, europäisch-jüdischer Kriegs- und Nachkriegsironie, aber auch mit einem universellen "Insider"-Humor. Eine Reise von der Welt der traditionellen jüdischen Literatur der Diaspora bis zur modernen Komik von Film und Fernsehen, von Groucho Marx bis Borat, Woody Allen bis Jerry Seinfeld. Und wer wohl dieser Winnetou Goldberg ist?
19:30 Jüdisches Museum Hohenems, Villa Heimann-Rosenthal, SchweizerStrasse 5, 6845 Hohenems

Do, 21.02.2008   "Flüchtiges Glück in der Schweiz" - Vortrag
von Jörg Krummenacher (St. Gallen)
Aufnahme und Rückweisung jüdischer Flüchtlinge während des Zweiten Weltkrieges. Vorarlberger und St. Galler Grenzgeschichte im Kontext.
19:30 Jüdisches Museum Hohenems, Villa Heimann-Rosenthal, SchweizerStrasse 5, 6845 Hohenems

Di, 12.02.2008   "Nationalsozialismus und Faschismus in Tirol und Südtirol“ Opfer – Täter – Gegner. - Buchpräsenation
von Horst Schreiber.
Die Geschichte des Nationalsozialismus und Faschismus in Tirol und Südtirol neu erzählt.
48 Biografien portraitieren Menschen, die sich schuldig machten, verfolgt wurden, ihrer Überzeugung und ihrem Glauben treu blieben, Widerstand leisteten oder zwischen Zustimmung, Wegschauen und Ablehnung schwankten. 260 Abbildungen und ein ausführliches Begriffslexikon, die Geschichten erzählen und Hintergrundinformationen vermitteln. Mit einem Beitrag von Gerald Steinacher und Philipp Trafoier zu Südtirol.
Themen: Tirol 1918-1938, NS-Machtübernahme, Aufbruchstimmung, Jugend und Schule, Heimatfront, Zwangsarbeit, das Arbeitserziehungslager Innsbruck-Reichenau, NS-Euthanasie, Verfolgung der Roma, Sinti und Jenischen, Der Völkermord an den Jüdinnen und Juden, Widerstand und Befreiung, Von der NS-Vergangenheit zur Gegenwart, Die Abtrennung von Südtirol, Südtirol im Faschismus, Südtirol während der NS-Herrschaft, der Kampf um Autonomie.
Der Autor: Mag. Dr. Horst Schreiber, geb. 1961; Historiker und Lehrer für Geschichte und Französisch am Abendgymnasium Innsbruck für Berufstätige; Univ. Doz. am Institut für Zeitgeschichte der Universität Innsbruck; Vorstandsmitglied der „Michael-Gaismair-Gesellschaft“; Leiter des dezentralen Netzwerkes Tirol für das bm:ukk-Projekt „Nationalsozialismus und Holocaust: Gedächtnis und Gegenwart.“
19:00 Wagner!sche, Museumstrasse 4, 6020 Innsbruck

Do, 07.02.2008   "Vorfahren - Nachfahren - Heiratsmigration, Netzwerke und die weltweiten Spuren der Jüdischen Gemeinde Hohenems" - Vortrag
von Thomas Albrich, Daniela Jänsch, Stefan Weis und Simone Telser (Universität Innsbruck)
Eine Gruppe Studierender der Universität Innsbruck hat sich im Herbst 2006 im Rahmen eines Seminars von Professor Dr. Thomas Albrich daran gemacht, die Lebensgeschichten sechs jüdischer Familien aus der Gemeinde Hohenems zu erforschen. Ausgangspunkt waren die jeweiligen Stammväter der Familien im ausgehenden 17. Jahrhundert. Den größten Anreiz bot die Gewissheit, dass es heute noch Nachfahren zu den Urfamilien aus Hohenems gibt, jenen Burgauers und Reichenbachs, Löwengards, Hirschfelds oder Brentanos, die heute in der Schweiz, Deutschland oder in den USA fortexistieren.
Der Kontakt zu den Nachfahren und die gemeinsame Suche nach Spuren von Vorfahren in den letzten drei Jahrhunderten, in einem erst europäischen, dann weltweiten Netzwerk von Heirat, Migration und beruflicher Mobilität, führten zu beeindruckenden Ergebnissen.
Eintritt: 5,- (ermäßigt 3,50)
Kartenreservierung: office@jm-hohenems.at, Tel. 05576 73989 0
19:30 Jüdisches Museum Hohenems, Villa Heimann-Rosenthal, SchweizerStrasse 5, 6845 Hohenems

Fr, 21.12.2007   "Erinnern statt entschuldigen" - Biographisches Theaterstück
Schülerinnen der Maturaklasse 8b des Haller Franziskanergymnasiums zeigen unter Leitung von Hermann Freudenschuß Szenen aus dem Leben eines jüdischen Ehepaares. Ihre Kindheit hatten Melitta und Ludwig Andermann bis zu ihrer Flucht vor den Nazis in Wien verbracht.
Diese Theaterarbeit basiert auf einem ausführlichen Interview, das die SchülerInnen im Rahmen einer Projektarbeit aus Geschichte mit dem Ehepaar geführt haben.
Im Anschluss an die Aufführung stellen sich SchülerInnen den Fragen des Publikums.
http://www.tpz.at/termine.html
Eintritt: Freiwillige Spenden
Reservierungen unter 05223-43396
20:00 Theaterpädagogisches Zentrum Hall, Saline 15, 6060 Hall

Do, 13.12.2007   "Der Umbruch oder Hanna und die Freiheit. Ein Prag-Roman von Alice Rühle-Gerstel" - Buchpräsentation
Die Kommunistin Hanna verlässt das nationalsozialistische Berlin und flieht in ihre Geburtsstadt Prag.
Sie findet illegale Arbeit bei einer liberalen Tageszeitung,erkundet die 17 Jahre zuvor erlassene Stadt und begegnet in den Kaffeehäusern alten Freundinnen, misstrauischen Genossen und nationalsozialistischen Spionen. Durch die Neuentdeckung ihrer Heimat und die Konfrontation mit ihrer bürgerlichen Herkunft gerät ihr bisheriges Weltbild ins Wanken.
Marta Marková, Biografin Alice Rühle-Gerstels spricht über den Roman und die Person der Autorin.
Eleonore Bürcher, Schauspielerin am Tiroler Landestheater, liest einige Passagen aus dem Buch.
Eine Veranstaltung des Büro für Gleichstellung und Gender Studies, Universität Innsbruck und der Gesellschaft für politische Aufklärung.
19:00 Buchhandlung Wiederin, Sparkassenplatz 4, 6020 Innsbruck

Di, 11.12.2007   Thomas Albrich: Goldjäger aus Tirol „Von Kitzbühel nach Kalifornien über Kufstein." - Buchpräsentation
Goldjäger“ ist die Geschichte von vier Tiroler Schützen – Joseph Steinberger, entlassener Lehrer
und Lohnschreiber aus Kitzbühel, Anton Hauser, gescheiterter Wirt und Müller aus Oberndorf in Tirol, Hansjörg Baumgartner, Sattlergeselle und Frauenheld aus Lienz, sowie Peter Wöth, rebellischer Bauernsohn aus Girlan – die 1851 dem Lockruf des Goldes folgen und sich gemeinsam auf die gefährliche Schiffsreise rund um Kap Hoorn nach Kalifornien machen.
Reisetagebuch und Schicksale der vier „Goldjäger" ergeben vielfältige Einblicke in die politischen
und sozialen Lebensumstände der kleinen Leute in Tirol vor und nach der 1848er Revolution, in das Leben auf See und in Kalifornien zur Zeit des Goldrauschs.
Günter Lieder liest Passagen aus dem Buch.
Anschließlich wird zu Buffet und Umtrunk eingeladen.
http://www.studienverlag.at/titel.php3?nr=653684
19:00 Bibliothek, Landesmuseum Ferdinandeum, Museumstraße 15, Innsbruck

Di, 04.12.2007   "Temporäres Denkmal. Prozesse der Erinnerung" - Buchpräsentation
Andrea Sommerauer, Franz Wassermann (Hrsg)
Das "Temporäre Denkmal" hat den Opfern der NS-Euthanasie ein Erinnerungszeichen gesetzt. Jenen 360 Frauen, Männern und Kindern, die zwischen 1940 und 1942 aus der damaligen "Heil- und Pflegeanstalt für Geistes- und Nervenkranke" in Hall in Tirol nach Hartheim bzw. Niedernhart deportiert und dort ermordet worden sind.
Einführungen:
Horst Scheiber, Historiker, Michael-Geismair-Gesellschaft
Markus Neuwirth, Kunsthistoriker am Institut für Kunstgeschichte, Universität Innsbruck
http://www.studienverlag.at/titel.php3?TITNR=4375
18:00 Tiroler Landesmuseum Ferdinandeum, Museumstraße 15, 6020 Innsbruck

Mo, 03.12.2007   "Judentum in Tirol" - Informationsabend
Im Begleitprogramm zur Ausstellung „ Die Hutterer“ – Verbrannte Visionen? (3. Juli – 31. Oktober 2007, Museum Goldenes Dachl)…
…läd die Israelitische Kultusgemeinde für Tirol und Vorarlberg Interessierte zu einem Informationsabend und einem Gläschen koscheren Weines in die Räumlichkeiten des Gemeindezentrums ein.
Teilnehmerzahl auf 25 Personen beschränkt
Telefonische Anmeldung im Sekretariat (0512-586892) erforderlich!
19:00 Israelitische Kultusgemeinde, Sillgasse 15, 6020 Innsbruck

Fr, 30.11.2007   Quergänge. Vorarlberger Geschichte in Lebensläufen - Buchvorstellung von Meinrad Pichler
Anhand von 16 Lebensläufen erzählt der Historiker Meinrad Pichler auf beispielhafte Weise Vorarlberger Landesgeschichte des 19. und 20. Jahrhunderts. Zum Teil sind es ihre persönlichen Haltungen und Ansprüche, durch welche die Protagonistinnen und Protagonisten mit ihrer Umgebung in Konflikt geraten; zum anderen Teil aber sind es die Verhältnisse, politische ebenso wie soziale, die nachhaltig in das Leben der beschriebenen Personen eingreifen - oft disziplinierend und nur selten fördernd.
Es geht um Wanderarbeiter und Stadtdamen, um Industriepioniere und Landstreicher, um sozial wie politisch Engagierte und Kollaborateure, um Verfolgte und Verfolger, um Diener und Herren, es geht um Widerstand und Karriere, um Aufbruch und Rückkehr, um Migration und Deportation. Kurz: um bewegte Biographien, die jeweils auch die Brüche und Gegensätze ihrer Zeit widerspiegeln.
Eine Kooperation zwischen der Johann-August-Malin-Gesellschaft und dem Jüdischen Museum Hohenems
20:00 Jüdisches Museum Hohenems, Villa Heimann-Rosenthal,Schweizer Strasse 5, 6845 Hohenems

Di, 27.11.2007   „Vom Nicht-Beigeben“- Der Dichter Theodor Kramer und die Theodor Kramer Gesellschaft
- vorgestellt von Dr. Konstantin Kaiser, Wien
„In dem, was du verlangst, gib niemals bei“, lautet eine wichtige Textzeile im lyrischen Werk des österreichischen Dichters Theodor Kramer (1897-1958), dem anlässlich seines bevorstehenden 50. Todesjahres dieser Abend gewidmet wird.
Dr. Konstantin Kaiser ist Mitbegründer der “Theodor Kramer Gesellschaft“ und des ihr angeschlossenen Verlages für Exil und Widerstandsliteratur und wird beide Institutionen in Wort und Bild vorstellen.
Aus Werken von Theodor Kramer lesen Konstantin Kaiser und Jutta Höpfel
Eine Gemeinsame Veranstaltung mit dem PEN-Club und der Büchhandlung Wiederin.
19:00 Buchhandlung Wiederin, Sparkassenplatz 4, 6020 Innsbruck

Sa, 24.11.2007   Klavierabend - Vladimir Mogilevsky
Vladimir Mogilevsky wurde 1970 in Moskau geboren. 1994 schloss er an der Gnessin Musikakademie mit höchster Auszeichnung als Konzertpianist ab. Mogilevsky ist Preisträger zahlreicher Klavierwettbewerbe.
Programm: Franz Liszt, Frédéric Chopin
Auskunft und Reservierung: Villa Schindler, villaschindler@aon.at, +43(0)6648922843; http://www.villaschindler.at
Angebot: Beide Klavierkonzerte (20.10. und 24.11.) einschliesslich Empfang: 90 €
20:00 Villa Schindler, Obermarktstrasse 45,6410 Telfs in Tirol

Mi, 21.11.2007   Jüdische Filmwochen Vorarlberg, 21. November bis 1. Dezember 2007
Eine Veranstaltungreihe vom Spielboden Dornbirn, Filmforum Bregenz und dem Jüdischem Museum Hohenems in Kooperation mit der Jüdischen Filmwoche Wien.
Nähere Informationen: http://www.jm-hohenems.at
Spielboden Dornbirn, Färbergasse 15, Rhombergs Fabrik, 6850 Dornbirn und Metrokino Bregenz, Rheinstrasse 25, 6900 Bregenz

Sa, 10.11.2007   Eine Karriere voll Licht und Schatten - Eine Karriere voll Licht und Schatten - Seminar mit Dr. Yuval Lapide
Bibelseminar mit rabbinischer Auslegung zu Leben und Wirken König Davids.
Nähere Informationen: http://www.dioezese-innsbruck.at/index.php?id=467&language=1&portal=13&detail=50001334
09:00 Haus der Begegnung, Rennweg 12, 6020 Innsbruck, Anmeldung bis 29. Oktober 2007 erforderlich

Fr, 09.11.2007   Was ist Kabbala? Der jüdische Ursprung einer uralten Weisheitslehre. - Vortrag von Dr. Yuval Lapide
Die Kabbala ist eine Weisheitslehre des rabbinischen Judentums, die sich im Laufe von mehr als 2000 Jahren entwickelt hat. Nähere Informationen: http://www.dioezese-innsbruck.at/index.php?id=467&language=1&portal=13&detail=50001330
19:00 Haus der Begegnung, Rennweg 12, 6020 Innsbruck

Fr, 09.11.2007   Gedenken an die Opfer der Pogromnacht 1938
Gedenkrede: Herbert Bösch, Abgeordneter zum Europäischen Parlament, Brüssel
Kaddish (Totengebet), Mag. Thomas Lipschütz, Israelitische Kultusgemeinde Tirol
Veranstalter: Gewerkschaftsjugend, JungsozialistInnen,Sozialdemokratische FreiheitskämpferInnen, SPÖ Innsbruck, Renner-Institut Tirol
18:00 Jüdischer Friedhof (Westfriedhof)

Fr, 09.11.2007   Im Alphabet der Häuser, Lesung durch den Autor Christoph W. Bauer
Im Buch wird auf die Geschichte der jüdischen Häuser und Wohnungen sowie seiner BewohnerInnen eingegangen. Christoph Bauer wird jüdische Schicksale
und die Geschichte der Häuser vorlesen und neues Bildmaterial zeigen.
Veranstalter: Gewerkschaftsjugend, JungsozialistInnen,Sozialdemokratische FreiheitskämpferInnen,SPÖ Innsbruck, Renner-Institut Tirol
19:30 ÖGB-Haus, Südtiroler Platz 14-16, 7. Stock

Di, 30.10.2007   "Emilie Schindler – eine unbesungene Heldin" - Lesung von Prof. Erika Rosenberg
Vortrag von Prof. Erika Rosenberg, Buenos Aires, anlässlich des 100. Geburtstags von Emilie Schindler (1907-2001). Erika Schindler setzte genauso wie ihr Mann Oskar ihr Leben ein, um über 1300 Juden während der Naziherrschaft vor dem sicheren Tod zu retten. Sie lebte nach dem Krieg, jahrzehntelang fast völlig vergessen und in großer Armut, in Argentinien.
Die Autorin Erika Rosenberg war eine enge Vertraute von Frau Emilie Schindler.
Anschließend kleiner Umtrunk und Gespräche
19:00 ÖGB-Haus Innsbruck, Südtiroler Platz 14-16, 7. Stock, Großer Saal

Sa, 20.10.2007   Klavierabend - Herbert Schuch
Herbert Schuch wurde 1979 in Rumänien geboren. Er erregte erstmals internationales Aufsehen, als er in der Saison 2004/05 drei bedeutende Wettbewerbe in Folge gewann. Seither führt ihn seine Karriere bis nach New York, erstmal wirkt er im Sommer 2007 bei den Salzburger Festspielen mit, eröffnet das Klavier Festival Ruhr, spielt im Kissinger Sommer, im Wiener Musikverein unter der Leitung von Pierre Boulez, in der Tonhalle Zürich...
Programm: R. Schumann, H. Holliger, M. Ravel, S. Prokofieff
Auskunft und Reservierung: Villa Schindler, villaschindler@aon.at, +43(0)6648922843; www.villaschindler.at
Angebot: Beide Klavierkonzerte (20.10. und 24.11.) einschliesslich Empfang: 90 €
20:00 Villa Schindler, Obermarktstrasse 45,6410 Telfs in Tirol

Sa, 06.10.2007   Lange Nacht der Museen
Kinderprogramm: 18:00-18:10/20:30-20:40 Uhr
Geschichten zur Geschichte, Ein Schattenspiel mit Kindern vom SOS Kinderdorf, Leitung: Brigitte Walk
18:30-20:00 Uhr Wir basteln Stabfiguren für Schattenspiele,Ein Workshop für Kinder ab 8 Jahren mit Barbara Steinitz, Anmeldung erforderlich: Helmut Schlatter, schlatter@jm-hohenems.at, Tel. 05576 77793 14
Scherenschnitt in der jüdischen Tradition, Die Bastelecke ab 5 Jahren mit Astrid Loewy, keine Anmeldung erforderlich, Einstieg jederzeit möglich
Erwachsenenprogramm: 18:00-1:00 Uhr
Stündliche Führungen durch die neue Ausstellung, Musikalisch begleitet uns das Christof Waibel Jazz & Blues Trio durch den Abend.
Und wie immer ist für das leibliche Wohl gesorgt!
18:00 Jüdisches Museum Hohenems, Villa Heimann-Rosenthal, Schweizer Strasse 5, 6845 Hohenems

Fr, 05.10.2007   Yoram Merose und Günter Lierschof - Ausstellungseröffnung
Künstlerdialog07 von Yoram Merose und Günter Lierschof
Ausstellungsdauer: 6.-28. Oktober 2007
Öffnungszeiten: täglich 16.00-19.00 Uhr,
Sonn- und Feiertage 10.00-12.00 und 16.00-19.00 Uhr
19:00 Benediktinerstift Fiecht

Di, 18.09.2007   Sefardische und arabische Lyrik und Musik
In den Gärten von Al Andalus
Die Hohenemser Lesegesellschaft und das Jüdische Museum Hohenems laden ein zu einer Reise in die mittelalterliche jüdisch-islamische Welt Spaniens.
Ein Abend mit sefardischer und arabischer Lyrik und Musik - gestaltet von Uwe Martin (Lesung) und Klaus Rümmele (Gitarre). Ein Traum von friedlicher Koexistenz und gegenseitiger Inspiration - zu einer Zeit, die von christlichen Kreuzzügen geprägt war. Eintritt: 7,- Euro (ermäßigt 4,-)
Kartenreservierung: Frau Gerlinde Fritz, office@jm-hohenems.at, Tel. 05576 73989 0
19:30 Jüdisches Museum Hohenems, Villa Heimann-Rosenthal, Schweizer Strasse 5, 6845 Hohenems

Do, 09.08.2007   George Tabori „MEIN KAMPF - eine Farce“ - Hörspielabend
Aus Anlass des Todes von Georg Tabori läd das „DOWAS“ zu einer ungewöhnlichen Firstfeier in den künftigen Räumlichkeiten der Beratungsstelle ein.
19:00 DOWAS Leopoldstraße 18, 6020 Innsbruck

Sa, 04.08.2007   Topsy Küppers - Musikalische Revue
"Noch einmal mit Gefühl" In diesem Programm werden die verschiedenen Stärken und Schwächen der silbergrauen Panther aufgezeigt und Beobachtungen und eigene Erfahrungen in Wort und Lied transferiert. Es werden mit Courage und Humor Lieder und Texte vorgetragen, die man in keiner anderen Comödie-Show hören kann.
Anschließend an das Konzert findet ein Empfang in Anwesenheit der Künstlerin statt.
Bei Anmeldung über die Israelitische Kultusgemeinde: Gruppenrabatt ab 4 Personen: € 15/Person office@ikg-innsbruck.at, 0650-5868921
sonst Eintritt € 20
Auskunft und Reservierung: Villa Schindler, villaschindler@aon.at, +43(0)6648922843 (österr. Mobiltelefon), +33(0)685800804 (franz. Mobiltelefon), www.villaschindler.at
20:00 Villa Schindler, Obermarktstrasse 45,A-6410 Telfs in Tirol

Di, 26.06.2007   Orientalische Musik
Die Einzigartigkeit von orientalischer Musik wird als Lebensgefühl hörbar und greifbar, wenn sich drei kongeniale Musiker auf der Bühne treffen, um die Zuhörer in türkisch-persische Klanglandschaften zu entführen. Im Austausch von Melodien, Gedichten und Geschichten der großen Mystiker Rumi, Hafiz und Yunus Emre entsteht der ekstatische Puls immer neu.
Mohammed Eghbal: Gesang, Ney, Oud
Christa Eghbal: Harfe, Perkussion, Gesang
Aron Saltiel: Gesang, Perkussion
Eintritt: € 15,-
Veranstalter: Lesegesellschaft im Jüdischen Museum Hohenems in Zusammenarbeit mit Bildungshaus St. Arbogast
19:30 Salomon Sulzer Saal in Hohenems

Mo, 07.05.2007   "Auf ins Wunderland!" - Buchpräsentation/Lesung
"Auf ins Wunderland!" Das Leben der Alice Rühle-Gerstel von Dr. Marta Pelinka-Marková. Alice Rühle-Gerstel (1894-1943) kann als Beispiel für die intellektuelle Entwicklung im frühen 20. Jahrhundert in Mitteleuropa gelten; ihre Lebensstationen Prag, Wien, München, Dresden, Paris und Mexiko sowie ihre Mehrfachidentität als Österreicherin, Tschechin, Jüdin und Deutsche, die zuletzt noch Mexikanerin wurde, waren Nährboden für die Geisteshaltung, die allen aktuellen Strömungen der Zeit mit Wissbegierde, Toleranz und größter Aufgeschlossenheit begegnete.
Eine gemeinsame Veranstaltung mit dem PEN-Club, der Gesellschaft für politische Aufklärung, Innsbruck/Wien und der Buchhandlung Wiederin.
Aus dem Buch liest Günter Lieder.
19:00 Buchhandlung Wiederin, Sparkassenplatz 4, 6020 Innsbruck

Mi, 02.05.2007   "Der Riss der Zeit geht durch mein Herz" - Szenische Lesung mit Musik

Hertha Pauli (Schwester des Nobelpreisträgers für Physik Wolfgang Pauli) erzählt die sehr berührende und spannende Geschichte ihrer Flucht 1938 aus Wien über Frankreich nach Amerika. Ihre Erlebnisse mit Walter Mehring, Alma Mahler und Franz Werfel, Ödön von Horvath, Joseph Roth u.v.a. bauen eine Brücke aus Gedanken, Erinnerungen und Bildern, die das Gestern mit dem Heute verbindet.
Bearbeitung und szenische Lesung: Irene Colin
Musik: Richard Graf
Szenische Einrichtung: Dagmar Schwarz
Karten: 0512-52074-4 oder kassa@landestheater.at
20:00 Tiroler Landestheater, Foyer der Kammerspiele, Rennweg 2, 6020 Innsbruck

Sa, 21.04.2007   "Vienna`s Lost Daughters" - Filmtipp 21.4.07 - 29.4.07
"Vienna`s Lost Daughters" - Mirjam Ungers preisgekrönter Film über das Leben.
Anita, Dorit, Eva, Hennie, Lizzy, Susanne, Susy und Rosalie leben in New York, wo sie ihre Familien gegründet und ihre Existenzen aufgebaut haben. „Vienna´s Lost Daughters“ sind als jüdische Mädchen in Wien groß geworden und wurden 1938/39 aus ihrer Stadt vertrieben. Mit beeindruckender Offenheit und Emotionalität begegnen sie Regisseurin Mirjam Unger und gewähren dabei Einblicke und Rückblicke in die äußerst privaten Bereiche ihres Lebens.
www.ViennasLostDaughters.at
www.leokino.at
18:30 Cinematograph, Museumstrasse 31, 6020 Innsbruck, Innsbruck Tel 578500

Do, 15.03.2007   Charlotte Salomon - Leben? Oder Theater? - Ausstellungseröffnung, Ausstellungsdauer 16. März – 3. Juni 2007

Charlotte Salomon (1917–1943) hat mit dem Bilderzyklus ein einzigartiges Werk geschaffen, in dem sie ihr Leben und das ihrer Familie aufzeichnete. Sie erzählt von ihren Leidenschaften als junges Mädchen, die von den tragischen Ereignissen in ihrer Familie überschattet wurden. Sie beschreibt auch die politischen Ereignisse, die ihr Leben beeinflussen: die Machtübernahme der Nationalsozialisten 1933 und die zunehmenden antisemitischen Repressionen. Charlotte Salomon schuf ihr Werk zwischen 1940 und 1942 im Exil in Villefranche-sur-Mer in Frankreich, wohin sie aus Berlin geflüchtet war. 1943 wurde sie von den Deutschen verhaftet und in Auschwitz ermordet.
19:00 Galerie im Taxispalais, Maria-Theresien-Str. 45, 6020 Innsbruck

Di, 27.02.2007   “Im Vertrauen” - Lesung
Hannah Arendt und Mary Mc Carthy
Aus ihrem Briefwechsel 1949-1975 “Im Vertrauen” lesen Therese Affolter und Dagmar Schwarz
25 Jahre haben sie sich Briefe geschrieben, Dokumente tiefen Vertrauens, ein beispiellos offener Dialog zweier intelligenter Frauen, die beherzt und vorurteilslos über alles sprechen: Politik, Bücher, Männer...
19:00 Buchhandlung Wiederin, Sparkassenplatz 4, 6020 Innsbruck

Mo, 27.11.2006   ISRAEL TIROL - Zeitgenössische Musik
ISRAEL TIROL
TENM - das Tiroler Ensemble für Neue Musik - spielt gemeinsam mit Studenten der Jerusalem Academy for Music and Dance zeitgenössische Musik aus Israel und Tirol von:
Shaul Bustan, Assaf Noy, Ronen Shai, Anna Korbman, Thomas Amann, Bernhard Gander, Johannes Maria Staud, Hubert Stuppne
Leitung: Dorian Keilhack
Eintritt: € 12,-/ 8,- Reservierung: ORF Tirol Kulturhaus Tel. 051/566533
20:15 ORF- Kulturhaus, Rennweg 14, 6020 Innsbruck

Mo, 20.11.2006   "Bolivien für Gringos" - Buchpräsentation
"Bolivien für Gringos" Exil-Tagebuch eines Wiener Arztes von Ludwig Popper.
Der Herausgeber Lutz Elija Popper präsentiert die Exil-Tagebücher seines Vaters Ludwig Popper, die die Leser vom Wien der 30-er Jahre nach Bolivien und zurück in das Nachkriegs-Europa führen.
Aus dem Buch liest Günter Lieder.
Eine Gemeinsame Veranstaltung mit dem PEN-Club und der Büchhandlung Wiederin.
19:00 Buchhandlung Wiederin, Sparkassenplatz 4

Mo, 06.11.2006   Elazar Benyoëtz - Lesung
Elazar Benyoëtz - Der israelische Autor macht eine Lesereise durch Österreich
Elazar Benyoëtz kann „als die vielleicht interessanteste Erscheinung der deutschsprachigen Literatur in Israel […] gelten. […] In seinen Ein-Sätzen, die zugleich komprimierte Weltbilder und Zeichen der Verunsicherung darstellen, trauert die deutsche Sprache. Die Sprache wird zum subtil verwendeten Instrumentarium auf der Suche nach der eigenen, jüdischen Identität des Autors. Im Prozeß der Sprach-Arbeit und der Sprach-Kritik vollzieht sich jedoch zugleich eine präzise Analyse des Verhältnisses zwischen Juden und Deutschen, eines "Scheideweges", der in die Katastrophe des Holocaust geführt hat.“ (Armin Wallas)
20:00 Literaturhaus am Inn, Josef-Hirn-Straße 5, 10. Stock, 6020 Innsbruck

So, 01.10.2006   Friedensgebet - Im Rahmen des Friedensforum Mösern - Telfs - Stams: 29.9.06-1.10.06
Gebete und Segenswünsche am Brunnen
mit Vertretern des Judentums, des Buddismus, der christlichen Religionen und des Islam
Moderation: P. Dr. Maximilian Geier Ocist
11:00 Stift Stams - Bernardisaal

Mi, 13.09.2006   Gerhard Bronner - "Tränen gelacht", der jüdische Humor - Kabarett

Gerhard Bronner erzählt aus seiner köstlichen und unvergleichlichen Sammlung jüdischer Witze und Anekdoten. Psychogramme der typischen jüdischen Mamme sowie des beliebtesten Hauptdarstellers des jüdischen Witzes, des Rabbi, gewähren dem Publikum Einblicke in die Seele, sowie Eigenarten und Marotten des jüdischen Volkes und regen mit manch trauriger Pointe zum Nachdenken an. Ein Abend zum Lachen, manchmal auch zum Tränen lachen….
19:30 Raiffeisensäle am Marktgraben

Mi, 30.08.2006   Morgenbetrachtung - für Forumteilnehmer und Forumteilnehmerinnen für Alpbacher und Alpacherinnen
Europäisches Forum Alpbach - Club Alpbach für Europäische Kultur
Die Morgenbetrachtung hat einen interreligiösen Charakter, eine gemeinsame Besinnung auf grundsätzliche Wertvorstellungen der Jüdisch -Christlichen Tradition des Abendlandes.
30.8. mit Dr. Esther Fritsch (Präsidentin der IKG für Tirol und Vorarlberg)
08:30 Veranstaltungssaal der Gemeinde Alpbach

So, 21.05.2006   Feierliche Eröffnung des Salomon Sulzer Saales - Festakt
Feierliche Eröffnung des Salomon Sulzer Saales
Ansprachen: Bürgermeister Richard Amann, Landesrat Erich Schwärzler, Ada Rinderer (Architektin), Uri Tänzer (New Jersey)
Einsegnung: Pfarrer DDr. Thomas Heilbrun
Rabbi Dr. Hermann Schmelzer
Imam Samir Recepovic
Musik: Marlena Tänzer, Uvashofar Gadol
Klangkörper der Musikschule tonart
Kirchenchor St. Karl
Durch das Programm führt Dr. Hanno Loewy
11:00 Salomon Sulzer Saal/Hohenems

Sa, 20.05.2006   Wahrheit oder Toleranz?! Auf der Suche nach der globalen Ökumene - Tagung
Wahrheit oder Toleranz?! Auf der Suche nach der globalen Ökumene
ReferentInnen:
Mag. Roland Ritter-Werneck, Leiter der evangelischen Akademie
Dr. Roman Siebenrock, Professor für dogmatische Theologie, Innsbruck
Ruth Voglgsang, Vertreterin der Israelitischen Kultusgemeinde
Alexandra Czernohaus, christlich-orthodoxe Kirche
Amina Baghajati, Pressesprecherin der islamischen Glaubensgemeinschaft
14:00 Haus der Begegnung, Rennweg 12

Di, 02.05.2006   Manès Sperber - zum 100. Geburtstag - Buchpräsentation und Lesung
Manès Sperber - zum 100. Geburtstag:Günther Lieder (Tiroler Landestheater) liest aus den Werken
und Filmausschnitte
Eine Veranstaltung in Zusammenarbeit mit dem P.E.N Club und dem Turmbund
19:00 Buchhandlung Wiederin

Di, 25.04.2006   Die Biblische Botschaft des Marc Chagall - Vortrag

Referentinnen: Hanna Molden und Univ. Doz. Dr. Fiso Heyt
In dem virtuellen Rundgang durch das christlich-jüdische Werk des russisch-französischen Meisters werden mehr als 35 Gemälde aus der Albertina-Ausstellung "Mythen der Bibel" vorgeführt und mit diesbezüglichen Bibeltexten erläutert.
19:30 Haus der Begegnung, Rennweg 12

Do, 30.03.2006   Projekt Weltethos und der Dialog der Weltreligionen - Probleme und Chancen - Podiumsdiskussion

Diskussionsteilnehmer:
Bischof Manfred Scheurer
Dr. Günther Gebhardt (Stiftung Weltethos Tübingen)
Dr. Esther Fritsch (Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde für Tirol und Vorarlberg)
Prof. Anas Schakfeh (Präsident der Islamischen Glaubensgemeinschaft Österreich)
Mag. Fridrun Weinmann (Evangelische Kirche in Salzburg und Tirol)
Leitung: Univ. Prof. Dr. Helmut Reinalter
19:30 Haus der Begegnung, Rennweg 12

Fr, 24.03.2006   Georg Stefan Troller - Lesung
Georg Stefan Troller - Ihr Unvergesslichen, 22 starke Begegnungen
Der in Paris lebende wiener Autor und Theodor-Kramer-Preisträger stellt zu seinem 85. Geburtstag ein neues, faszinierendes Erinnerungsbuch vor.
19:00 Buchhandlung Wiederin

Sa, 21.01.2006   Nein, statt Ja und Amen - Vorträge und Ausstellung
Nein, statt Ja und Amen
Eröffnung, Dr. Andreas Maislinger, Gründer des Österreichischen Gedenkdienstes
Humanismus gegen Faschismus, Grossausstellung zum Widerstand und zu den Opfergruppen sowie den Folgen des Nationalsozialismus
Gegen die Verharmlosung der NS-Zeit, Hr. Karl Schärmer
Nacht und Nebel, preisgekrönter Film
Rassismus, Toleranz und Integration heute, Präsentation: Hr. Mesut Onay
Out of memory, conscience. Out of conscience, responsibility, Vortrag: Robert Buckley, Konsulent des US Holocaust Memorial Museum, (Washington D.C.)
100 Jahre ungebrochener Wille, Zeitzeuge Leopold Engleitner und Autor Bernhard Rammersdorfer berichten über Nazi- Verfolgung
Veranstaltet von der Aktionistische StudentInnenplattform D.I.S.
11:00 SoWi-Aula

Di, 10.01.2006   Ausstellungseröffnung
Herzl persönlich - Stationen der zionistischen Visionen
Ausstellungseröffnung in Anwesenheit von Gesandtem Eitan Levon
Ausstellungsdauer: 10.1.-30.3. Mo-Do 9:00-16:00 Fr 9:00-12:00
Eine Veranstaltung in Kooperation mit dem Institut für Politikwissenschaft an der Universität Innsbruck
Vorträge zur Ausstellung: 17.1.06 15:00-18:00
Antizionismus: zwischen legitimer Kritik und Grenzüberschreitung, Univ. Prof. Dr. Anton Pelinka, Dekan der Fakultät für Politikwissenschaften und Soziologie, Vorsitzender der Gesellschaft für politische Aufklärung
Israelkritik und Antisemitismus, Univ. Doz. Dr. John Bunzl, OIIP-Österreichisches Institut für Internationale Politik, Wien
16:00 Universität Innsbruck - SoWi Gebäude, 2. Stock, West

Mi, 09.11.2005   Antisemitismus in Tirol vor und nach dem 2. Weltkrieg - Vortrag
Antisemitismus in Tirol vor und nach dem 2. Weltkrieg - von Niko Hofinger, Zeithistoriker
ÖGB-Saal

Mi, 28.09.2005   Festakt
60 Jahre Jüdische Gemeinde in Tirol - Gedenkjahr 2005
Mit diesem Festakt gedenkt die Kultusgemeinde ihrer Wiedererstehung nach der Shoah und dem 2. Weltkrieg.
Begrüßungsworte und Ansprachen:
Excellenz Dab Ashbel (Botschafter des Staates Israel in Österreich)
Dr. Ariel Muzicant (Präsident der Israelitischen Religionsgesellschaft Österreich)
Prof. Chaim Eisenberg (Oberrabbiner von Österreich)
DDr. Herwig van Staa (Landeshauptmann von Tirol)
Botschafter Ludwig Steiner (Staatssekretär a.D.)
Dr. Michael Bielowski (Vizebürgermeister der Landeshauptstadt Innsbruck)
Festredner:
Dr. Reinhold Stecher (Altbischof von Innsbruck)
Zeitzeuge:
Avram Gafni, Tel Aviv
Musik:
Shmuel Barzilai (Oberkantor)
Assia Davidov (Sopran)
Yuri Shklyar (Bass)
Lior Kretzer (Klavier)
17:30 Raiffeisensäle am Marktplatz

So, 18.09.2005   Festakademie und Friedenswanderung
Festakademie und Friedenswanderung veranstaltet vom Freundeskreis der Friedensglocke
15:00 Uhr am Möserer See, Inselgebet der Religionen, mit Pfarrer Egon Pfeifer – Mösern/Seefeld für die katholische Kirche, Dr. Hans-Joachim Kessler – evangelische Gemeinde der Friedensglocke in Karlsruhe, Imam Fuat Ayik – Telfs für den Islam, Mönch Markus Getzner - Feldkich für den Buddhismus und einem Vertreter der Israelitischen Kultusgemeinde
Moderation: Univ. Prof. Dr. Jozef Niewiadomski
anschließend: Brot-Teilen
10:30 Mösern

Do, 01.09.2005   Morgenbetrachtung
Europäisches Forum Alpbach - Club Alpbach für Europäische Kultur
Die Morgenbetrachtung hat einen interreligiösen Charakter, eine gemeinsame Besinnung auf grundsätzliche Wertvorstellungen der Jüdisch -Christlichen Tradition des Abendlandes
1.9.05 und 2.9.05 mit Dr. Esther Fritsch (Präsidentin der IKG für Tirol und Vorarlberg)
08:30 Veranstaltungssaal der Gemeinde Alpbach

Fr, 29.04.2005   Gedenkweg
Gedenkweg für die Ermordeten des NS-Euthanasieprogramms 1940-1945 in Tirol von Pax Christi mit Bischof Manfred Scheurer, Dr. Esther Fritsch, Franz Wassermann u.v.m
Klinikgelände Richtung Friedhof

Di, 19.04.2005   Vortrag
Wurzel, Entwicklung und Theologie der jüdischen Herbstfeste - Prof. Dr. Reinhard Meßner
Eine gemeinsame Veranstaltung mit dem Tiroler Komitee für christlich - jüdische Zusammenarbeit
19:30 Theologische Fakultät, Karl Rahner Platz 3, 2. Stock

Di, 12.04.2005   Vortrag
Das jüdische Pessachfest damals und heute - Prof. Dr. Martin Hasitschka SJ
Eine gemeinsame Veranstaltung mit dem Tiroler Komitee für christlich - jüdische Zusammenarbeit
19:30 Theologische Fakultät, Karl Rahner Platz 3, 2. Stock

Di, 05.04.2005   Ausstellung von 5.April - 22. April 9:00 - 18:00
Was habt ihr da für einen Brauch? - Jüdische Feste und Riten
Feierliche Eröffnung durch Dekan Prof. Jozef Niewiadomski
Eine gemeinsame Veranstaltung mit dem Tiroler Komitee für christlich - jüdische Zusammenarbeit
19:00 Theologische Fakultät, Karl Rahner Platz 3, 1. Stock

Mo, 21.02.2005   Vortrag
Rabbinerin Irith Shillor - Das Reformjudentum aus der Sicht einer Rabbinerin
Eine gemeinsame Veranstaltung mit dem Tiroler Komitee für christlich - jüdische Zusammenarbeit
19:30 Theologische Fakultät, Karl Rahnerplatz 3/1, 1. Stock

Mo, 24.01.2005  
Moni Ovadida in Lútopia a teatro (in italienischer Sprache)
19:30 Raiffeisensäle am Marktgraben

Mi, 17.11.2004   Buchpräsentation und Lesung
Georg Stefan Troller - Das fiedele Grab an der Donau, Mein Wien 1918-1938
Der bekannte Autor stellt sein soeben erschienenes Buch vor
19:00 Buchhandlung Wiederin

Fr, 12.03.2004   Lesung
Fritz Muliar - Melde gehorsamst, dass ja! Mein Lebensabenteuer
Einleitung: Günther Lieder
19:30 Wagner!sche Buchhandlung

Mo, 08.03.2004   Konzert - Purimveranstaltung
Jidl mit`n Fidl
Lieder aus dem jüdischen Theater und Musical
mit
Shmuel Barzilai, Oberkantor des Wiener Stadttempels
Roman Grinberg, Sänger
Roman Gottwald, Instrumentalbegleitung
20:00 Raifeisensäle am Marktplatz

Di, 11.11.2003   Väter, Söhne, Enkel: Musik verfolgter jüdischer Komponisten - Konzert
Väter, Söhne, Enkel: Musik verfolgter jüdischer Komponisten: Viktor Ullmann, Josef Bor, Olovier Messian
Konzert zum Gedenken an die Opfer der Pogromnacht

Barocker Stadtsaal

Sa, 23.08.2003   Abraham Toledo - Besuch
Besuch der Synagoge und des Gemeindezentrums von Botschafter Abraham Toledo
Gemeindezentrum, Sillgasse 15

So, 25.05.2003   Festakt
10 Jahresfeier der Einweihung der Synagoge im März 1993
Referenten: Oberrabbiner Prof. Paul Chaim Eisenberg, Altbischof Dr. Reinhold Stecher, Präsident Dr. Ariel Muzicant, Landeshauptmann DDr. Herwig van Staa, Bürgermeisterin Hilde Zach und Präsidentin Dr. Esther Fritsch
Mit zahlreichen Gästen aus Politik, Wissenschaft, Kunst und Kultur und feierlichem, musikalischem Rahmenprogramm.
Raiffeisensäle Innsbruck

Mi, 30.10.2002   Buchpräsentation
"Wolf Messing – Magier und Hellseher"
Von Topsy Küppers
Anschließend gemütliches Beisammensein mit der Gemeinde.


Di, 29.10.2002   Diskussion
Großveranstaltung "Weltreligionen und Weltethos"
Diskussionsteilnehmer: Prof. Reinalter (Historiker), Anan Shakfe (Islam) und Dr. Esther Fritsch (Judentum)
ORF Innsbruck

Mi, 16.10.2002   Referat
Prof Jacob Allerhand über das "Reformjudentum"
Eine gemeinsame Veranstaltung der IKG und des Christlich-Jüdischen Komitees
Theologische Fakultät in Innsbruck

Di, 01.10.2002   Buchpräsentation
"Vatermord – der Fall Halsmann"
der sogenannte "Dreyfußprozess von Tirol 1929"
Von Martin Pollack


So, 18.08.2002   B´rith Mila
Erstmals nach 1938 in der Synagoge, vorgenommen von Mohel Einhorn aus Wien (früher fanden diese in den umliegenden Spitälern statt).
Synagoge

Fr, 16.08.2002   Diskussion
Innsbrucker Festwochen der Alten Musik/ Podiumsdiskussion "Begegnung der Religionen"
Vor dem Hintergrund der "Rinaldo" und "Jephta" - Produktion von René Jakobs im Bezug auf den Konflikt um das Heilige Land.
Moderation: Prof. Anton Pellinka
Gesprächsteilnehmerin: Dr. Esther Fritsch, Präsidentin der IKG


Do, 02.05.2002   Referat und Diskussion
"Traditionsverlust? Jude– /Christ–Sein im 3. Jahrtausend"
Referate und anschließende Diskussion von Bischof Dr. Alois Kothgasser und Oberrabbiner Prof. Paul Chaim Eisenberg
Hörsaal der Theologischen Fakultät der Universität Innsbruck

So, 17.02.2002   Referat
Eröffnungsreferat zur Ausstellung "Zeichen des Alltags"
von Thomas Lipschütz, Vorstandmitglied der IKG
Jüdisches Museum Hohenems

Mi, 14.11.2001   Gastspiel
Jüdisches Theater Austria
"I will bear Witness- a Diary of the Nazi Years 1941-1945" von Viktor Klemperer.
Lobkowitzhaus in Hall

Fr, 09.11.2001   Kaddish
Gedenken an Shoa
In Erinnerung an die sogenannte "Reichskristallnacht" bei der beleuchteten Menorah am Landhausplatz wurde von der Gemeinde ein Kaddish für die Ermordeten gesagt.
Landhausplatz

Do, 21.06.2001   Referat
Veranstaltungsreihe der Tiroler Landesregierung über Kirchen und Religionsgemeinschaften in Tirol
Referat der Präsidentin der IKG Dr. Esther Fritsch über das Judentum in Tirol



Mi, 30.05.2001   Buchpräsentation
Jüdische Geschäfte in Innsbruck
Von Dr. Horst Schreiber


Sa, 10.03.2001   Diskussion
Begegnungswerkstatt von Frau zu Frau
Interreligiöser Austausch zwischen Frauen aus dem Buddhismus, Hinduismus, Islam, Christentum, Judentum.
Eine Veranstaltung des Frauenreferats der Diözese Innsbruck


Di, 23.01.2001   Diskussion
"Kirche in der NS-Zeit"
Anläßlich einer Buchpräsentation.
Mit Bischof Dr. Reinhold Stecher und der Präsidentin der IKG Dr. Esther Fritsch u.a.
Canisianum Innsbruck

Di, 28.11.2000   Diskussion
Sozialpolitische, kulturelle, wirtschaftliche, ethische Themen
Unter Teilnahme von Landesparteiobmann Dr. Ferdinand Eberle, Vertretern aus den Bereichen Kultur, Wirtschaft, Gesellschaftspolitik, der Caritas, sozialer Einrichtungen usw. sowie der Präsidentin der IKG Dr. Esther Fritsch
Hall

Do, 16.11.2000   Konzert
mit Sarale Feldman
Sängerin und Schauspielerin aus Israel mit eigener Truppe.
Ihr mitreißendes Jüdisches Theater mit jiddischen Liedern.
Beitrag im Fernsehen.
In Zusammenarbeit mit dem Tiroler Komitee für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit.


Mo, 13.11.2000   Vortrag
Prof. Robert Skloot, Ph.D
Theaterwissenschaftler und Regisseur der University of Wisconsin-Madison.
Gemeinsame Veranstaltung mit dem Jüdischen Theater Austria-JTA, der Amerikanischen Botschaft in Wien und der IKG Tirol.
Institut für Amerikastudien der Universität Innsbruck

Do, 09.11.2000   Festakt
Einweihung der Synagoge in Graz
Teilnahme der Präsidentin der IKG Dr. Esther Fritsch
Graz

Do, 09.11.2000   Kaddish
bei der Menorah von Dr. Ber Neuman, Vizepräsident der IKG Innsbruck
Landhausplatz

Mi, 25.10.2000   Festakt
Einweihung des Mahnmals am Judenplatz in Wien
Teilnahme der Präsidentin der IKG Dr. Esther Fritsch
Wien

Mo, 02.10.2000   Synagogenführung
Besuch und Synagogenführung im Vorfeld der Synagogeneinweihung in Graz
HR Dr. Heinz Anderwald, Landtagsdirektor der Steiermark, und HR Dr. Karl Edtstadler, Landtagsdirektor von Salzburg mit Präsidentin der IKG Dr. Esther Fritsch


Do, 01.06.2000   Anne Frank - Ausstellungseröffnung
Anne Frank – Ausstellung
Eröffnung in Anwesenheit von Mitgliedern der IGK mit einem Referat von Prof. Dr. Anton Pelinka.
Landeck

Do, 01.06.2000   Juden in Tirol - Referat
Juden in Tirol
Einladung durch die Schulgemeinschaft
Später: Gegenbesuch der Lehrer in der Synagoge.
Kitzbühel

Do, 13.04.2000   Dagmar Schwarz - Lesung
Dagmar Schwarz liest aus Werken von Axel Corti und Josef Roth
Dagmar Schwarz (jüdische Schauspielerin) ist ein Nachkomme der Innsbrucker Kaufmannsfamilie Schwarz (Kaufhaus Bauer-Schwarz, jetzt zentrales Kaufhaus Tyrol in der Maria-Theresienstraße).
In Zusammenarbeit mit dem Tiroler Komitee für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit.



Mi, 15.03.2000   Kirche und Synagoge - Christentum, Rassismus und das Fremde - Diskussion
Kirche und Synagoge - Christentum, Rassismus und das Fremde
Beginn mit einer Führung in der Synagoge
Podiumsdiskussion mit Vertretern der IKG
In Zusammenarbeit mit dem Tiroler Komitee für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit.